Reparaturen im Sportbad Baunatal sind auf der Zielgeraden

Seit Sommer laufen die Reparaturarbeiten: Im Sportbad Baunatal kann trotz Baustelle weiter trainiert werden. Fotos: Dilling

Baunatal. Die Reparaturarbeiten im Baunataler Sportbad sind nach ihrem Start im Sommer auf der Zielgeraden.

Baunatal. Die Maler arbeiten unter Hochdruck, draußen schiebt ein Bagger Erde an die vier schachtartigen Betonsäulen der neuen Notausgänge, durch die man bei einem Brand aus den Umkleideräumen im Keller den Flammen entkommen kann. Drinnen läuft der Trainingsbetrieb trotz Baustelle weiter: Die Reparaturarbeiten im Sportbad sind nach ihrem Start im Sommer auf der Zielgeraden.

Das Wesentliche war bis Jahresende fertig. In den Osterferien werde allerdings noch einmal ein Gerüst in der Schwimmhalle aufgestellt, kündigte Jürgen Grimm, Betriebsleiter der Stadtwerke, jetzt an. Dann müssen noch Lüftungsklappen, ein sogenannter natürlich wirkender Rauchabzug (NRWG), in das mobile Dach der Halle eingebaut werden. Zweimal hat die Stadt vergeblich nach einer Firma gesucht, die diese Arbeit als Paket erledigt. Nun wird gesondert für Dachdecker und Metallbauer ausgeschrieben. Während der Arbeiten werde voraussichtlich aber nur das kleine Becken gesperrt werden müssen, sagt Grimm.

Dach teilweise undicht

Veraltete Standards beim Brandschutz, aber auch Undichtigkeiten in Teilbereichen des Dachs und eine überarbeitungsbedürftige Elektrik waren die Hauptgründe für den Reparaturbedarf. Die veranschlagten Kosten von 500 000 Euro würden deutlich unterschritten, sagt der Betriebsleiter. Am Ende werde man wohl bei 350 000 bis 400 000 Euro landen. Das ist zumindest ein Trost: Denn die umfangreichen Reparaturen und Verbesserungen beim Brandschutz stellen nur eine Notoperation im laufenden Trainingsbetrieb dar. Die Stadt erkauft sich fünf oder sechs Jahre Zeit, bis endgültig über die Zukunft des 1992 errichteten Sportbads - Sanierung oder Neubau - entschieden wird.

Denn mit Reparaturen allein kann man keine Betriebskosten senken. Die großzügige Verglasung der Halle ist zwar architektonisch sehr ansprechend, aber nicht wärmedämmend. Auch die Technik könnte deutlich stromsparender arbeiten.

Drei Varianten seien im Gespräch, sagt Grimm, die Runderneuerung des bestehenden Bades, ein Ersatzneubau oder ein Anbau an den Aquapark. Im letzteren Fall könnte man die Infrastruktur des Freizeitbads mitnutzen. Bis Ende dieses Jahres soll laut Grimm eine Entscheidung fallen.

Von Peter Dilling

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