Nach HNA-Bericht

Anwohner aus Elgershausen bekommen nun doch Geld für kaputte Elektrogeräte

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Schauenburg. Fast ein Jahr hatte sich nichts getan nach einem Stromschlag bei Bauarbeiten an den Versorgungsleitungen in der Straße. Doch das ändert sich jetzt.

„Ja, natürlich sind wir froh.“ Jörg Kreisel ist die Freude über den guten Ausgang eines Vorfalls in der Ziegelstraße in Elgershausen deutlich anzumerken.

Dutzende Elektrogeräte in den angrenzenden Häusern waren nach dem Einsatz eines Baggers kaputt gegangen. Die Menschen blieben auf dem Schaden sitzen. Erst durch die Berichterstattung in der HNA war Bewegung in die Sache gekommen. Die Versicherung der EAM gleicht die Schäden zunächst aus.

Am 2. November 2015 war ein Bagger der Korbacher Baufirma Hugo Pieper mit den Leitungsarbeiten beschäftigt. „Es hat einen Schlag gegeben. Dann waren die Elektrogeräte kaputt.“ So hatte Jörg Kreisel den Vorfall an diesem Tag geschildert. Waschmaschinen, Geschirrspüler, Heizungssteuerungen, Mikrowellen, ein Garagentor – das waren nur einige Geräte, die bei dem 49-Jährigen und den Nachbarn in dieser Sekunde den Geist aufgaben.

Die geschädigten Elgershäuser bemühten sich in den folgenden Monaten vergeblich um einen Ausgleich. Denn: Die Gemeinde Schauenburg, die Baufirma und die EAM-Tochter Energie Netz Mitte schoben sich die Schuld gegenseitig zu.

„Die ersten Anwohner haben bereits ihr Geld bekommen“, berichtet jetzt Ortsvorsteher Dirk Hofmann (Offensive). Er hatte sich intensiv für die Interessen der Anwohner bei den Beteiligten eingesetzt. „Die Leute freuen sich. Ich freue mich“, sagt der Ortsvorsteher weiter.“ Ohne die Berichterstattung in der HNA wäre man keinen Schritt weiter gekommen, ergänzt Jörg Kreisel.

In der Tat tritt die Versicherung der EAM für den Schaden ein. „Im Sinne einer einvernehmlichen Lösung für alle Beteiligten und insbesondere für die betroffenen Kunden wird unsere Versicherung in Vorleistung gehen und den Schaden begleichen“, sagt EAM-Sprecher René Schneider auf Anfrage. „Unsere Versicherung wird wiederum die Versicherung der Baufirma in Regress nehmen, da wir in dem Fall selbst Geschädigte sind.“

Kurz nach dem Bericht in der Zeitung sei die Versicherung mit den Betroffenen in die Regulierung eingetreten, erläutert Jörg Kreisel. „Dann ging alles relativ zügig.“ Ende vergangener Woche habe er das Geld auf seinem Konto gehabt. Ortsvorsteher Dirk Hofmann bringt den Ausgang der Angelegenheit auf den Punkt: „Das ist positiv auf allen Seiten.“

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