Bürgermeisterwahl am 29. Januar

Gimmler geht erneut ins Rennen für Schauenburg

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Geht wieder ins Rennen: Ursula Gimmler will auf dem Chefsessel im Schauenburger Rathaus bleiben.

Schauenburg. Sie will es noch einmal wissen. Ursula Gimmler, seit fast zwölf Jahren an der Spitze des Schauenburger Rathauses, tritt bei der Bürgermeisterwahl 2017 erneut an.

Die Entscheidung dazu habe sie schon vor einem Jahr gefällt, verrät die 50-jährige Breitenbacherin. „Doch ich wollte das nicht so hoch aufhängen.“

Bei einer Mitgliederversammlung der Schauenburger CDU am morgigen Freitag soll Gimmler offiziell zur Kandidatin für den Urnengang am 29. Januar gekürt werden. Bisher hat nur die SPD mit Michael Plätzer einen Bewerber aufgestellt. Der hatte es anders gemacht und seine Kandidatur bereits vor über einem Jahr bekannt gegeben.

Die Motivation für die erneute Kandidatur nimmt Ursula Gimmler aus der bisherigen Arbeit. „Es macht mir nach wie vor Spaß“, sagt sie. Und trotz des Sparzwangs der Gemeinde habe sie viel auf den Weg gebracht. An erster Stelle nennt die Christdemokratin die Einrichtung von Neubaugebieten und die Erneuerung zahlreicher Straßenzüge. Dass man in Schauenburg aufgrund der knappen Kassen mit keinen großen Vorzeigeprojekten glänzen kann, darüber will sie nicht lange nachdenken. „Ich sehe das ganz pragmatisch“, sagt sie. Manchmal habe es auch Vorteile für eine Kommune, wenn es keine großen Bauvorhaben gebe. Diese zögen nämlich immer enorme Folgekosten nach sich. „Das sieht man beispielsweise an der Stadt Baunatal.“

Die Entwicklung der Schauenburger Kita-Landschaft - das ist ein Dauerbrenner in der Politik Gimmlers. Vorrangiges Ziel sei es, eine neue Kita mit Krippe in Elgershausen zu installieren. Zunächst soll die steigende Nachfrage nach Plätzen aber mit dem Aufstellen eines Containers abgefangen werden, erläutert die amtierende Bürgermeisterin.

Einen Vorteil gegenüber ihrem SPD-Mitbewerber sieht Gimmler bereits im anstehenden Wahlkampf. „Ich muss mich bei vielen nicht mehr bekannt machen.“

Die Amtszeit von Ursula Gimmler endet offiziell am 8. Juni 2017. Bei der Wahl 2011 gab es drei Kandidaten in Schauenburg. Neben Gimmler traten Martin Hühne für die SPD und Gerhard Schaumburg für die Offensive an. Bei der Stichwahl zwischen Hühne und Gimmler erreichte die Christdemokratin schließlich 52,2 Prozent der Stimmen, der Sozialdemokrat kam auf 47,8 Prozent. Gerhard Schaumburg war bereits im ersten Wahlgang gescheitert.

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