Mehr Natur an die Bauna: Pläne zur Umgestaltung des Bachlaufs liegen vor

Der Planer: Nach den Hochwasserschutzmaßnahmen begleitet Thomas Huth vom Kasseler Büro AGC Wasser die Renaturierung. Für Schauenburg-Elgershausen wird vorgeschlagen, die Bauna auf einer Länge von 200 Metern umzugestalten.

Baunatal/Schauenburg. Wie soll die Bauna nach der Renaturierung aussehen? Wer Ideen hat, der kann diese im Rathaus einbringen - noch bis zum 12. Februar.

Noch bis zum 12. Februar liegen im Rathaus der Stadt Baunatal Pläne für Renaturierungsmaßnahmen an der Bauna öffentlich aus. Bevor einzelne Projekte konkret entwickelt und umgesetzt werden, haben interessierte Bürger bis zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, Anregungen und Ideen zu insgesamt 75 sogenannten Maßnahmen-Steckbriefen einzubringen.

Es ist in den vergangenen Jahren beim Hochwasserschutz entlang der Bauna einschließlich des aktuellen Großprojekts an der Hunsrückstraße eine Menge geschehen. „Nach dem Pflichtprogramm folgt jetzt die naturnahe Umgestaltung und damit die Kür“, sagte Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) zum Auftakt der Information und zur Beteiligung der Bürger.

Thomas Huth, Geschäftsführer des Kasseler Planungsbüros AGC Wasser GmbH, stellte die auf eine Bürgerbeteiligung von 2010 zurückgehenden Umgestaltungsmaßnahmen vor.

„Im Zuge des Hochwasserschutzes sind seit 2012 vor allem in Guntershausen und Kirchbauna zahlreiche Renaturierungs-Projekte mit erledigt worden“, es bleibe aber noch viel zu tun, sagte der Diplom-Ingenieur. Von den rund 30 als besonders wichtig eingestuften Umbaumaßnahmen, wie den Rückbau von Sohlabstürzen oder die naturnahe Ufergestaltung, entfällt jeweils die Hälfte auf das Gebiet der Stadt Baunatal und der Gemeinde Schauenburg. Messlatte für alle Umbauten ist die zeitnahe Umsetzung der EU-Wasserrichtlinie und das Ziel der Verantwortlichen, das Leben der Anwohner und die Aufenthaltsqualität an der Bauna in den nächsten fünf bis sieben Jahren schrittweise zu verbessern.

Die Entscheidung über die Auswahl und Durchführung von Einzelprojekten obliegt den Gremien des Verbandes für Abwasserbeseitigung und Hochwasserschutz Baunatal-Schauenburg oder der Stadt Baunatal und der Gemeinde Schauenburg. Ihre Umsetzung ist laut Verbandsgeschäftsführer Hartmut Wicke auch von Zuschüssen und den eigenen finanziellen Möglichkeiten abhängig.

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