Schauenburg: Märchenwache will ein Museum werden

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Harte Arbeit: Friedhelm Lecke (von links), Hanka Bernard und Wilfried Grabach helfen beim Innenausbau der neuen Küche und der Künstlerumkleide. Freiwillige haben auch ein Fenster in den Raum eingebaut (links). 

Schauenburg. Der Förderverein will die Märchenwache Schauenburg noch diesen Herbst als Museum einstufen lassen.

Gelingt das, winken neue Fördermöglichkeiten für die Ausstattung dieses kulturellen Aushängeschilds der Region und Veranstaltungsprojekte. Doch vor die Anerkennung hat der Museumsverband mit seinen Auflagen viel Schweiß und handwerkliche Arbeit gesetzt. Küche, Archiv und Lager werden von Freiwilligen des Fördervereins momentan unter Hochdruck umgebaut. Im Frühjahr haben sie bereits den Veranstaltungsraum mit einem neuen Anstrich und neuen Bildern aufgehübscht.

Wie viel harte Arbeit der Umbau bedeutet, ist derzeit in den angemieteten Räumen neben der Märchenwache zu besichtigen: Friedhelm Lecke und Wilfried Grabach helfen Hanka Bernard, die ansonsten für die Programmplanung der Märchenwache zuständig ist, bei der Installation von Stromleitungen und Schaltern. Der früher als Schmiede genutzte Bereich des Raums ist bereits mit Rigipsplatten abgetrennt worden, auch ein Fenster wurde eingebaut. Eine schwarz verfärbte Wand musste mühselig abgewaschen werden. „Das war eine Heidenarbeit“, sagt Christian Abendroth, Vorsitzender des Fördervereins. Bald werden die Küche der Märchenwache und eine kleine Umkleide für Künstler hier eingerichtet.

Bisher gingen Lager, Archiv und Küche auf engstem Raum praktisch ineinander über. Nun wurden einige Utensilien auf den Dachboden geräumt, um Platz für den Umbau zu schaffen. Am Ende müssen die Fenster noch mit Folien versehen werden, um die Kunstwerke und historischen Schriften vor ultraviolettem Licht zu schützen.

All das kostet viel Geld, obwohl die Fördervereinsmitglieder ehrenamtlich arbeiten. Ohne die Sparkassenstiftung, die 7000 Euro spendiert hat, und zwei weitere regionale Sponsoren hätte der Verein das Projekt wohl nur schwer realisieren können, so Abendroth. Sogar die Gemeinde Schauenburg zeigte sich spendabel. Für die neue Bespannung der riesigen Schirme, die bei Veranstaltungen vor der Märchenwache Schutz vor Sonne und Regen bieten, leistete sie nach den Worten Abendroths einen Zuschuss von 3200 Euro. 1500 Euro muss der Verein dafür selbst aufbringen.

„Bis Anfang September wollen wir einziehen“, sagt Abendroth, „rechtzeitig vor dem Start des Herbst- und Winterprogramms.“ Zu dieser Zeit solle auch schon bald die inhaltliche Planung für 2017 stehen. Denn dann feiere die Märchenwache ihr 20-jähriges Bestehen.

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