Schleuse Wahnhausen war zwei Tage gesperrt-Spezialfirma beseitigte Pflanzen

Krauternte: Mit einem Spezialboot schneidet ein Mitarbeiter der Firma Klaus Stefan Schunke das bis zur Wasseroberfläche reichende Kraut auf dem Flussboden ab und bringt es ans Ufer, wo es abtransportiert wurde. Fotos: Brandau

Fuldatal. Zwei Tage lang war die Schleuse an der Staustufe Wahnhausen für den Schiffsverkehr gesperrt. Grund waren dringend notwendige Arbeiten zur Beseitigung von Unterwasserpflanzen im Bereich der Schleusenanlage. Eine Spezialfirma für Gewässerschutz und Aqua-kultur aus Burgholzhausen beseitigte die Verkrautung, wie es in der Fachsprache heißt, mähte mit speziellen Booten die Pflanzen auf dem Fuldagrund und transportierte das unerwünschte Grün ab.

„Es ist das erste Mal, dass solche Arbeiten hier durchgeführt werden“, erklärt Benedikt Beckmann vom Wasser- und Schifffahrtsamt Hannoversch Münden. Warum der Fluss derart verkrautet ist, dafür hat der Fachmann keine Erklärung. Allerdings bestätigt er, dass durch die Gewässermahd dringend Abhilfe geschaffen werden musste, da sonst die Gefahr bestand, dass sich das Kraut in den Schiffsschrauben verheddert und die Boote so manövrierunfähig werden könnten.

20 Kubikmeter

Auf einer Gesamtfläche von rund 20 000 Quadratmetern suchten die beiden Spezialboote CPS-gesteuert das Fuldabett ab, mähten mit großen Kämmen das bis an die Oberfläche wuchernde Kraut ab und brachten es ans Ufer, wo es abtransportiert wurde. Auf diese Art konnte die Firma gut 20 Kubikmeter Grünzeug entfernen und somit den Wasserstraßenweg sicherer machen.

Unmut und Unverständnis über die geplante Maßnahme gab es im Vorfeld. „Die flächendeckende Verkrautung im Bereich des Stauwerkes Wahnhausen ist nicht über Nacht entstanden“, sagt Jan Hoermann, Sprecher des Zweckverbandes Kasseler Sportschifffahrt und Landesbeauftragter des Landesverbandes Motorsport Hessen. Dieser Zustand sei dem Amt viel früher bekannt gewesen. Bereits im März, als eine Werftüberführungsfahrt anstand, zeichnete sich das Problem ab, so Hoermann. Jetzt sei Hauptsaison und einige Gäste, die Kassel über den Wasserweg erreicht hatten, seien von der Rückpassage abgeschnitten. Eine Sperrung des Wasserweges bis auf Weiteres, wie es das Amt angekündigt hatte, sei nicht akzeptabel. „Die hessischen Sommerferien beginnen in Kürze und eine Anzahl von Wassersportlern will Richtung Weser in Urlaub fahren.“ Da sei ein klarer Termin für die Freigabe des Wasserweges unerlässlich“, so der Sprecher.

Wieder passierbar

Ursprünglich sollten die Arbeiten in der Zeit von Montag bis einschließlich Donnerstag, 14. Juli, dauern. Doch bereits am Dienstagabend rückte die Spezialfirma ab und die Wasserstraße ist seit Mittwoch wieder passierbar.

Von Werner Brandau

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