Mit 73,5 Prozent wiedergewählt

Söhrewald: Bürgermeister Michael Steisel ist wiedergewählt

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Mit der Familie gefeiert: Söhrewalds Bürgermeister Michael Steisel (Zweiter von links) mit (von links) Schwiegersohn André Riemann, Enkelin Klara Riemann, Tochter Lena Oldag (mit Joschua) und Tochter Nina Riemann im Dorfgemeinschaftshaus Wellerode.

Söhrewald. Mit 71,5 Prozent der Wählerstimmen ist der 58-Jährige Michael Steisel (SPD) in seinem Amt als Bürgermeister von Söhrewald am Sonntag bestätigt worden.  

Ein 30-Quadratmeter-Raum im Dorfgemeinschaftshaus Söhrewald- Wellerode, Stehtische, Neonlicht, ein Buffet, Getränke und ein Kleincomputer für die Wahlergebnisse – Bürgermeisterwahl in Söhrewald.

Aktualisiert um 22.57 Uhr.

Gegen 18 Uhr kommen die ersten Gäste, alles Familienmitglieder. Bürgermeister Michael Steisel, bereits seit elf Jahren im Amt, zupft seine Krawatte zurecht. Einen Gegenkandidaten hat er nicht, Steisel ist der Einzige, der sich um das Bürgermeisteramt beworben hat – zum zweiten Mal in Folge ist das in Söhrewald schon so.

Soeben ist er von seiner Tour zu allen sechs Wahllokalen in den drei Ortsteilen Wellerode, Wattenbach und Eiterhagen zurückgekehrt. „Ja“, sagt er, „ich bin aufgeregt – obwohl ich eigentlich keine Überraschungen erwarte.“

Er schaltet seinen Laptop ein, bald müssten die ersten Ergebnisse zur Bürgermeisterwahl kommen. Alle fiebern mit, sein Vater Friedrich und die Töchter Lena und Nina. Seine Frau Waltraut stellt schon mal Sekt, Orangensaft und Gläser bereit. Steisel ist gespannt, wie er abschneiden wird. „Bei der letzten Bürgermeisterwahl waren es 79 Prozent“, sagt er. Er würde sich freuen, wenn er das Ergebnis wiederholen könnte.

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Dreimal war er im Februar draußen in den Ortsteilen, um dort zu seiner Reihe „Bürgermeister vor Ort“ einzuladen. Jedes Mal seien um die 20 Leute gekommen, meist bekannte Gesichter. Die drängendsten Themen: Kita-Qualität, Angebote für Senioren und Hilfen für Vereine. Söhrewald zählt zu den Wohngemeinden der Region und besitzt kaum Industrie. Wirklich harte Themen gebe es in der Politik Söhrewalds daher kaum. „Und wenn doch, dann wird im Parlament meist einstimmig entschieden“, sagt Steisel.

Das werde sich auch nicht ändern, wenn statt CDU, FDP und Grüne – alle drei hatten zur Kommunalwahl 2016 keine Liste zustande gebracht – nun die UNS (Unabhängig und Neu für Söhrewald) ins Parlament einzöge. Das Wahlprogramm der UNS sei dem der SPD „recht ähnlich“, insofern rechne er nicht mit großen politischen Rangeleien.

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„Bei uns ist die Welt noch in Ordnung“, sagt Steisel. „Wir haben kein Geld und müssen das Beste daraus machen.“ So könne sich die Gemeinde kaum politische Konflikte leisten, „wir müssen an einem Strang ziehen, um hier etwas bewegen zu können. Und je mehr Leute wir dabei ins Boot nehmen, umso besser.“

Dann klingelt Steisels Handy. Die Wahlleiterin Ute Pormetter ist dran und übermittelt Ergebnisse. 73,5 Prozent für Steisel. Wahlbeteiligung 55,8 Prozent bei 3958 Wahlberechtigten. Die UNS wird im Parlament wohl auf 36 Prozent kommen, die SPD auf 64 Prozent – einen Prozentpunkt mehr als im Wahljahr 2011. Steisel klatscht in die Hände – er ahnte, alles würde so bleiben, wie es ist.

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