Mit Sondererlaubnis: Alphornbläser darf am Herkules spielen

Niestetal/Kassel. Egon Heckeroth teilt sich sein Zimmer im Awo-Wohnheim in Niestetal-Heiligenrode mit einem Alphorn. Sein Wunsch, einmal vom Herkules aus zu spielen, könnte sich erfüllen.

Die Museumslandschaft Hessen Kassel will das dem 65-Jährigen mit einer Sondergenehmigung ermöglichen.

Theoretisch könne sich jeder mit seiner Blockflöte an die Kaskaden stellen und in Richtung Wasserspiele musizieren, sagt MHK-Sprecherin Lena Pralle auf Nachfrage. Die Maße des Instruments und der Umstand, dass Heckeroth mit einem Elektrorollstuhl kommt, machten aber eine Nutzungserlaubnis nötig.

„Wir wollen das gern unterstützen“, so Pralle. Wo und wann der Alphornbläser spielen will, könne er selbst entscheiden. Pralle gibt aber zu bedenken, dass zu der 30 Meter hoch gelegenen Besucherplattform am Herkules eine Wendeltreppe zu überbrücken ist. Das sei nicht machbar, sagt Awo-Heimleiter Michael Kienast, und nennt die Kaskaden als Alternative. Den Transport würde er mit einem Awo-Fahrzeug regeln, in den neben Heckeroths Elektrorollstuhl auch das Alphorn passt. Auch eine pflegerische Betreuung würde er für den Ausflug nach Kassel stellen.

Zwei Stücke einstudiert

Egon Heckeroth will das Angebot gern annehmen, wolle nun aber erst einmal üben. Er habe erst seit Februar das Alphorn und bislang nur zwei kurze Stücke einstudiert. Der Autodidakt hat sie „Liebeserklärung an Nordhessen“ und „Im Bergpark Wilhelmshöhe“ genannt. Warum er ausgerechnet vom Herkules aus spielen will? „Ich liebe die Großzügigkeit und Atmosphäre des Bergparks.“ Und wenn er schon die Möglichkeit habe, dann wolle er sich jetzt auch ordentlich auf den Auftritt vorbereiten.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.