Die Fuldataler Firma Rohloff ist „fahrradfreundlichster Arbeitgeber Deutschlands“

Sportlich in den Arbeitstag

Freuen sich über die Auszeichnung: (von links) Bernhard Rohloff mit seinen Mitarbeitern Reinhard Siemann, Jochen Siedling, Thomas Middendorf und Marco Rauch. Foto: Sommerlade

Fuldatal. Für Thomas Middendorf beginnt der Arbeitstag sportlich. Der 44-jährige Feinmechaniker der Fuldataler Firma Rohloff fährt die zehn Kilometer lange Strecke von Niestetal zu seiner Arbeitsstätte in Fuldatal-Ihringshausen mit dem Fahrrad. Tag für Tag, bei Sonnenschein ebenso wie bei widrigen Wetterverhältnissen. „Das ist eine Sache der Überzeugung und macht einfach Spaß“, sagt der Rohloff-Serviceleiter.

Seine Begeisterung für alles rund ums Rad teilt er übrigens mit dem Großteil seiner 40 Arbeitskollegen. Über die Hälfte der beim Fahrradspezialisten Beschäftigten kommen mit dem Drahtesel zur Arbeit. „In unserer Belegschaft herrscht eine hohe Motivation, mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit zu kommen“, betont Firmenchef Bernhard Rohloff.

Eine Motivation, die jetzt preisgekrönt wurde: Die auf die Herstellung von Fahrradantriebskomponenten spezialisierte Fuldataler Firma wurde im Technomuseum in Mannheim als fahrradfreundlichster Arbeitgeber Deutschlands in der Betriebsgrößenkategorie von zehn bis 50 Mitarbeitern ausgezeichnet.

„In unserer Belegschaft herrscht eine hohe Motivation, mit dem Rad statt mit dem Auto zur Arbeit zu kommen.“

Firmenchef Bernhard Rohloff

Als Sieger des vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) ausgerichteten Wettbewerbs erhielt die Rohloff AG das Zertifikat „Fahrradfreundlichster Arbeitgeber“, das ab sofort den Eingangsbereich des Firmengebäudes an der Mönchswiese ziert.

„Über die Auszeichnung waren wir sehr erfreut, aber anfangs auch ein wenig verwundert“, erinnert sich Rohloff. Der Geschäftsführer habe sich selbstkritisch mit der Auszeichnung auseinandergesetzt.

„Sind wir als Hersteller von 14-Gang-Getriebenaben für Fahrräder nicht im Vorteil? Und: Hätten wir die Auszeichnung auch erhalten, wenn wir beispielsweise Joghurt in Becher abfüllen würden?“

Die Antworten darauf hat Bernhard Rohloff rasch gefunden. „Das Engagement für das Fahrrad und die Unterstützung der Rad fahrenden Mitarbeiter wären genauso konsequent wie jetzt“, da ist sich der 60-jährige Chef ganz sicher.

Bonus fürs Fahrradfahren

Der überdachte und beleuchtete Fahrradparkplatz im Eingangsbereich wäre in der Joghurt-Firma genauso selbstverständlich vorhanden wie der Enthusiasmus fürs Fahrradfahren bei Geschäftsführung und Belegschaft. Auch würde man am Radsport interessierten Mitarbeitern ebenso mit Fahrrad und Tat zur Seite stehen, und es gäbe ebenfalls die Ecke mit Werkzeugkisten, Luftpumpen und Flickzeug.

Unverändert wäre auch der Bonus von 20 Euro monatlich als Ansporn für die Nutzung des Rads.

Von Martina Sommerlade

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