Stiftsschänke in Oberkaufungen sucht Pächter

Nachfolger gesucht: Die Stiftsschänke in Oberkaufungen kann zum 1. September gepachtet werden. Foto: Lisa Beutler/nh

Kaufungen. Die Gastronomen Barbara und Frank Spitzlei geben die Stiftsschänke in Oberkaufungen nach sechs Jahren ab. Deshalb suchen sie ab sofort einen neuen Pächter.

Als Barbara und Frank Spitzlei im Jahr 2010 die Stiftsschänke in Oberkaufungen gepachtet hatten, ging für das Ehepaar ihr Traum vom eigenen Gastronomiebetrieb in Erfüllung. Sechs Jahre lang haben sie in dem traditionellen Gemäuer in exponierter Lage ihre Gäste mit deutscher Küche verwöhnt. Doch jetzt soll Schluss sein. Das Gastronomenehepaar möchte sich beruflich verändern und gibt das Lokal ab.

„Wir haben zum 1. September was Neues in Kassel gepachtet“, erklärt Frank Spitzlei. Der Mietvertrag in Kaufungen laufe aber noch bis zum 31. Dezember. Um Überschneidungen und Doppelbelastungen zu vermeiden, wolle er die Stiftsschänke gerne sofort abgeben, sagt er und betont, dass ein neuer Pächter sofort anfangen könnte, weil das Lokal im Jahr 2010 komplett renoviert worden sei.

Neben den Stuhlbezügen hat das Ehepaar Spitzlei im Zuge der Übernahme auch den Tresen und Boden erneuert. „Mit unseren Stammgästen, zu denen auch Vereine, Eigentümerversammlungen und Parteien gehören, hat unser Nachfolger schon eine gute Grundlage“, sagt Spitzlei. Weiterhin arbeitet die Traditionsgaststätte mit der Kirche und dem Ruheforst zusammen und bietet Kaffee und Kuchen zu Beerdigungsfeiern an. Für Oktober und November stehen außerdem schon verschiedene Veranstaltungen im Terminkalender.

In der Stiftsschänke stehen neben dem Gastraum für 22 Personen zwei weitere Räume zur Verfügung. In der Heinrichstube mit rustikaler Einrichtung finden 24 Personen Platz, die Kunigundenstube - optimal geeignet für Tagungen, Geburtstage und Sitzungen - ist für 12 Besucher ausgelegt. Im Biergarten, der sich im Innenhof des Gebäudes befindet, können 16 Gäste Platz nehmen. Von der 50 Quadratmeter großen Dachterrasse, die 20 Personen Platz bietet, haben die Gäste einen fantastischen Blick über Oberkaufungen.

Gern hätten wir zur Verpachtung auch eine Stellungnahme des Ritterschaftlichen Guts als Eigentümer der Stiftsschänke veröffentlicht. Dies wurde jedoch schriftlich von Obervorsteher Henn-Wolfram Riedesel Freiherr zu Eisenbach untersagt. Riedesel beantwortete zwar die Fragen zu den Anforderungen des zukünftigen Pächters und der Zukunft der Stiftsschänke, verlangte aber gleichzeitig die Übersendung des fertigen Artikels zur Genehmigung. Nachdem man ihm mitteilte, dass dies bei der HNA nicht üblich ist, verbot der Obervorsteher die Verwendung seiner Aussagen.

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