Millionen-Poker

Streit um Grundstückspreise am Lindenberg in Lohfelden: Urteil vertagt

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Kapitel längst noch nicht abgeschlossen: Das Baugebiet Lindenberg ist fast vollständig bebaut. Aber die finanzielle Abwicklung wird vor Gericht ausgetragen.

Lohfelden. Im Rechtsstreit über angeblich unfaire Kaufpreisvereinbarungen der Gemeinde Lohfelden zulasten der Eigentümer von Grundstücken wurde das Urteil vertagt.

Das Oberlandesgerichts Frankfurt hat seine ursprünglich auf den 19. Mai terminierte Entscheidung zum Baugebiet Lindenberg im Berufungsverfahren aus „dienstlichen Gründen“ auf 16. Juni verschoben.

Das berichten die Gemeinde Lohfelden, die Beklagte in dem Prozess, und Dr. Hansjörg Hartmann, der Stuttgarter Rechtsanwalt der klagenden ehemaligen Grundstücksbesitzer oder von deren Rechtsnachfolgern.

Die Gemeinde hatte für den Bereich des späteren Baugebiets eine Entwicklungssatzung mit der Option einer Enteignung erlassen und 20 Hektar Ackerland zu Preisen von bis zu 18 Euro pro Quadratmeter angekauft und später als Bauland veräußert. In zwei Musterverfahren (100 U 1/14 Baul. und 100 U 1/13 Baul.) kämpfen die Betroffenen seit Jahren um eine höhere Entschädigung für den Verlust ihrer Grundstücke.

Vergleich nicht zugelassen 

In der Berufsinstanz vor dem OLG hatte sich die Gemeinde nicht auf einen Vergleich eingelassen, so dass nun ein Urteil erwartet wird. Wenn die Entscheidung zuungunsten der Gemeinde ausfällt, könnte insgesamt ein „Nachschlag“ in Millionenhöhe für die früheren Grundstücksbesitzer fällig werden.

Der Gerichtstermin vor dem OLG Frankfurt/M. ist am 16. Juni, Gebäude D, Raum 347, 9 Uhr.

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