Stunk um großen Güllebehälter in Fuldabrück

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Sorgt für Unmut: Der Güllebehälter bei Fuldabrück.

Fuldabrück. Der im Herbst errichtete Betonklotz (Durchmesser 28 Meter, Höhe vier Meter) auf dem Feld zwischen Dittershausen und Dörnhagen sorgt in der Bevölkerung für Unmut.

Grund: Es handelt sich um einen Güllebehälter, in dem Wirtschaftsdünger gelagert wird. Anwohner befürchten nun erhebliche Geruchsbelästigungen.

„Der Geruch entsteht erst, wenn der Dünger beim Ausbringen auf die Felder in Kontakt mit Sauerstoff kommt“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Um die Geruchsbelästigungen in Grenzen zu halten, regele die Düngeverordnung genau, unter welchen Umständen der Dünger auf die Felder gebracht werden darf. So sei die erlaubte Anzahl an Dünge-Tagen ebenso geregelt wie die maximale Außentemperatur und die Wetterlage. Betriebe, in denen Gülle anfalle, müssten gewährleisten, dass diese sachgerecht gelagert werde. Diesem Anspruch komme auch der Gudensberger Landwirt und Schweinezüchter nach, dessen Güllebehälter nun in Fuldabrück aufgestellt wurde. „Der Bauantrag wurde bewilligt, die Überprüfung der sachgerechten Durchführung erfolgt in Kürze“, sagt Kühlborn.

Der Landwirt bewirtschaftet erhebliche Flächen in Fuldabrück. Um die Wege bei der Ausbringung der Gülle möglichst kurz zu halten, lagert er diese nun in direkter Nähe der eigenen Felder. Der Behälter mit einem Fassungsvermögen von 3400 Kubikmetern wird von unten befüllt. Anstatt eines Deckels ist die Gülle mit einer geruchsmindernden Schicht aus Strohhäcksel bedeckt. Die seitlich angebrachte Leiter ist so gesichert, dass ein unsachgemäßes Besteigen nicht möglich ist. Für Kontrolle und Überprüfung des Inhalts ist der Kreis zuständig, in dem die Gülle produziert wird - in diesem Fall der Schwalm-Eder-Kreis, die Verantwortung für den Behälter liegt beim Landkreis Kassel.

Das Thema wird auch das Gemeindeparlament in der Sitzung am heutigen Donnerstag beschäftigen. Die CDU Fraktion bringt einen entsprechenden Antrag ein mit dem Ziel, die rechtlichen Möglichkeiten der Gemeinde zur Minimierung der Belästigung darzustellen. Fuldabrücks Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) sagte auf Anfrage der HNA, die Gemeinde habe den Behälter nicht gewollt. (pbü)

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