Supermarkt in Rengershausen kommt - ein Schnellrestaurant ist auch geplant

Neuer Supermarkt noch nicht in trockenen Tüchern: Wann auf dem Acker (im Hintergrund) gegenüber der Westfalen-Tankstelle (vorn) gebaut wird, steht immer noch nicht fest. Foto:  Shuhaiber

Baunatal. Im November vergangenen Jahres hatte die Stadt angekündigt, sie würde mit der Berliner Recona Holding Gespräche über die Ansiedlung eines Supermarkts in Rengershausen führen. Die Bürger des Orts sind seit Ende 2014 ohne Einkaufsmöglichkeit.

Die Gespräche mit dem Investor scheinen nun auf der Zielgeraden angekommen, die nötigen Grundstücke angekauft zu sein. Die Pläne des Investors würden am 28. Juli, ab 18.30 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus den Rengershäuser Bürgern vorgestellt, kündigte Bürgermeister Manfred Schaub auf Anfrage der HNA an. Laut Schaub wird der Investor gegenüber der Westfalen-Tankstelle einen Komplex bauen, der Platz für einen Supermarkt mit 800 Quadratmetern Verkaufsfläche und weitere Einzelhandelsgeschäfte bietet. Der Markt wird wohl an die Discounter-Kette Netto vermietet werden. Deren Zentrale wollte aber auf Anfrage momentan nicht bestätigen, dass Netto in Baunatal-Rengershausen eine Filiale eröffnen werde.

Nach Auskunft des Bürgermeisters wird sich zwischen Hütt-Brauerei und dem neuen Supermarkt außerdem ein Schnellrestaurant ansiedeln. Welches, das sagte Schaub nicht. Es handele sich aber nicht um McDonald’s, erklärte er. Diese Hamburger-Kette hatte in der Vergangenheit schon mal Interesse an einem Standort in Baunatal bekundet. Wie die Hütt-Brauerei, die eine eigene Gastronomie hat, zu dem Vorhaben steht, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen, weil Brauereichef Frank Bettenhäuser außer Haus war.

Die Stadt wird das Supermarktgelände im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans an die Knallhütter Straße anbinden. Außerdem sollen ein gesonderter Fußweg und Parkplätze geschaffen werden. Die Bauleitplanung könnte schon im September oder Oktober im Stadtparlament beschlossen und die Pläne des Investors in Baurecht umgesetzt werden, meinte Schaub.

Sollte alles planmäßig laufen, könnten wohl die Rengershäuser noch nächstes Jahr wieder in ihrem Ort einkaufen. Der Stadtteil hatte seine Einkaufsmöglichkeit verloren, als der kleine Edeka-Markt mit seinem beschränkten Sortiment in der Ortsmitte seine Türen schloss.

An diesem Standort war eine zeitgemäße Erweiterung des Supermarkts aus Platz- und Kostengründen nicht möglich. Verhandlungen über den Einzug eines Dorfladens waren später gescheitert.

Von Peter Dilling

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