Solartechnikhersteller kauft Areal in Sandershausen

SMA übernimmt früheres Autohaus

Begehrte Brache: SMA sichert sich das Areal des verlassenen Autohauses. Das 2000 Quadratmeter große Grundstück liegt an der Hannoverschen Straße/Ecke Sonnenallee. Die Sonnenallee dient als Zufahrt zur Zentrale des Solartechnikherstellers. Fotos:  Ketteritzsch

Niestetal. Trotz der wirtschaftlich angespannten Situation des Unternehmens investiert SMA in Niestetal in ein weiteres Grundstück. Der Solartechnikhersteller wird das gut 2000 Quadratmeter große Gelände eines leerstehenden Autohauses an der Hannoverschen Straße in Sandershausen kaufen.

Das Eckgrundstück grenzt auch an die Sonnenallee, die von der Hauptstraße zur Zentrale des Unternehmens und der benachbarten Solar-Akademie von SMA führt.

Eigentümerin der verlassenen Gewerbeimmobilie ist noch die Gemeinde Niestetal. Das Parlament hatte vor Kurzem einstimmig grünes Licht für den Verkauf gegeben. Darüber, wieviel Geld genau für das als Sahnestück geltende Grundstück geflossen ist, machen die Vertragspartner keine genauen Angaben. „Wir haben das Gelände für einen auskömmlichen Preis verkauft“, sagte Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) auf HNA-Anfrage. Nach seinen Angaben war seit Langem geplant, das an den Autohändler verpachtete Areal nach dem Ende des Geschäftsbetriebs an SMA zu verkaufen. Die Gemeinde Niestetal hatte das Grundstück vor Jahren erworben, um den Bau der in Sichtweite der Fulda gelegenen Unternehmenszentrale zu ermöglichen. Erst durch die Erschließung über die neue Sonnenallee sei die rückwärtige Bebauung an der Hannoverschen Straße möglich geworden, sagte der Bürgermeister.

Für SMA ist das Autohaus-Areal nach Angaben von Unternehmenssprecherin Susanne Henkel „strategisch wichtig“. Deshalb habe man die Gelegenheit ergriffen und sich das Gelände gesichert. Im Januar 2014 soll der Kaufvertrag unterzeichnet werden. „Wir werden das Autohaus abreißen und das Grundstück langfristig für betriebliche Zwecke nutzen“, sagte Henkel auf Anfrage dieser Zeitung. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.

Keine konkreten Pläne gibt es auch weiterhin für das riesige SMA-Grundstück im Gewerbegebiet Sandershäuser Berg. Auf der 13 Hektar großen, voll erschlossenen Fläche gegenüber seinem Serviccenter wollte das Unternehmen eigentlich eine weitere Fabrik errichten. Diese Pläne wurden mittlerweile verworfen. Das Bauschild wurde schon vor Monaten abgeräumt.

Die Niestetaler CDU hatte SMA in diesem Frühjahr aufgefordert, das Grundstück zu verkaufen und so die Ansiedlung weiterer Unternehmen zu ermöglichen.

Von Peter Ketteritzsch

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