Training im Flutlicht

06:30 in Vellmar: Licht an für den Frühsport

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Licht für das Training am frühen Morgen: Die Stadt Vellmar hat auf dem Basketballfeld im Ahnepark einen Mast mit zwei Strom sparenden LED-Scheinwerfern aufgestellt. Die Leuchten schalten sich bei der Dämmerung automatisch ein.

Vellmar. Seit August ist Vellmar mit von der Partie bei der Fitnessaktion 06:30. Seit dieser Woche wird im Ahnepark morgens mit Licht trainiert. Wir haben das Training unter Flutlicht besucht.

Die Stadt hat auf der Anlage im Ahnepark einen Lichtmast aufgestellt. „Vorher haben wir uns mit Handleuchten geholfen“, sagt Katja Bergelt, eine von zwei Übungsleiterinnen des OSC Vellmar. „Mit der Beleuchtung ermöglichen wir, dass die Aktion 06:30 das ganze Jahr über stattfinden kann“, sagt Bürgermeister Manfred Ludewig.

Alle Richtung Licht 

So allmählich flackern von weitem immer mehr kleine Lichter auf. Es sind die Fahrradlampen jener Sportler, die durch den fast dunklen Ahnepark in Vellmar radeln, um zu trainieren. Ziel ist das Basketballfeld. Seit dieser Woche nicht mehr zu übersehen, denn das Feld ist seit kurzem beleuchtet. Es hat geregnet in der Nacht, der Platz ist nass. Sechs Grad sind es an diesem Morgen.

So langsam füllt sich das Feld. Die Sportler breiten ihre Matten aus, legen die Handtücher bereit, holen die Getränke aus der Tasche. Man kennt sich, begrüßt sich mit Vornamen. Ein paar Minuten sind es noch bis halb sieben.

Die neue Beleuchtung reicht zwar nicht aus, um das ganze Feld anzustrahlen, vielmehr hilft es, sich zurecht zu finden. Lagerfeueratmosphäre.

Das Training 

6.30 Uhr. Los geht’s. Aufwärmen. Mit leiser Popmusik im Hintergrund bringen die beiden Trainerinnen Katja Bergelt und Sissi Schmuck die 15 Sportler in Schwung. Springen und Dehnen stehen auf dem Plan. „Wir fangen bei Stufe eins an. Ich habe eure Begeisterung gehört“, scherzt Katja Bergelt und lockert so die Stimmung auf.

Nun geht es an die Übungen, vier sind es heute. Dauer: Immer vier Minuten. Dabei kommen die Teilnehmer mächtig ins Schwitzen. Die ersten Jacken fliegen zur Seite. Schnell sind die Dunkelheit und die Kälte vergessen. „Ist jemandem noch kalt?“, fragen die Trainerinnen und ernten eifriges Kopfschütteln. „Drei, zwei, eins - Relax“, tönt es aus der Box. Zwischen Übungen gibt es immer kleine Verschnaufpausen. Eine Stimme steuert das Intervalltraining, die Übungsleiterinnen machen die Übungen jeweils vor.

Von Anfang an dabei 

Ein harter Kern kommt regelmäßig in den Ahnepark. „Am Anfang waren es 60 Leute“, erinnert sich Leni Könnecke. Die 75-Jährige ist Turnabteilungsleiterin beim OSC Vellmar und von Anfang an dabei. Sie ist begeistert von der Aktion und freut sich immer wieder auf das Training am frühen Morgen. „Man fühlt sich wie neu geboren - und nach dem Training freue ich mich auf das Frühstück“, sagt sie.

Kurz nach 7. Das Training ist vorbei. Schnell notieren sich die Trainerinnen die Handynummern der Anwesenenden. „Wenn das Wetter gar nicht passt, können wir alle informieren“, sagt Katja Bergelt. Wenige Minuten später lichtet sich das Feld - und der Tag kann beginnen.

06:30-Training mit Flutlicht in Vellmar

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