Ahnatal-Schule repräsentiert Hessen bei der Gedenkfeier zur Schlacht um Verdun

Vorbereitung: Die 16 Achtklässler der Ahnatal-Schule. Foto: Pflug

Vellmar/Verdun. 16 Achtklässler der Ahnatal-Schule in Vellmar nehmen am 29. Mai an der Gedenkfeier zur Schlacht um Verdun teil.

Trommelschläge schallen aus den Lautsprechern in einem Klassenzimmer der AhnatalSchule in Vellmar. Gemeinsam mit 16 Achtklässlern übt Lehrerin Marleen Windrich eine Choreografie ein. Die werden die Schüler bei der zentralen Gedenkfeier zur Schlacht um Verdun aufführen.

Die Ahnatal-Schule vertritt das Bundesland Hessen bei der Zeremonie in Frankreich. Zu der werden 4000 Jugendliche erwartet sowie Spitzenpolitiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande.

Monatelange Vorbereitung

Die Vorbereitungen für die Fahrt begannen bereits vor Monaten. Im Vorfeld haben sich die Schüler mit der Schlacht und ihrer Geschichte beschäftigt. „Wir sollten herausfinden, ob aus unseren Familien auch Menschen am Ersten Weltkrieg beteiligt waren“, sagt Nikola Hold. Sie habe nach Bildern gesucht und Briefen. Doch sie wurde nicht fündig, genauso wenig wie Freundin Laetitia Krone.

Für die 13- und die 14-Jährige ist der Erste Weltkrieg weit weg. Auch weil dieser Krieg erst in den neunten Klasse Thema im Unterricht ist. Den Namen Verdun kannte einige dann aber doch: „Ich wusste vor der Aktion schon, dass es da eine große Schlacht gab“, sagt Laetitia.

Umso neugieriger sind die beiden auf das Programm vor Ort. Denn neben der Zeremonie gibt es ab heute ein umfassendes Begleitprogramm. Es werden Gedenkstätten besucht, Museen und Workshops zur Friedenskultur und zur deutsch-französischen Freundschaft angeboten.

Die Teilnehmer der Ahnatal-Schule kommen aus allen Bildungszweigen und lernen nicht alle Französisch. „Es war uns wichtig, allen Schülern die Möglichkeit zu geben, an diesem interkulturellen Austausch teilzunehmen“, sagt Lehrerin Windrich.

Das Interesse war groß. So groß, dass die Schüler in einem Anschreiben erläutern mussten, warum sie teilnehmen wollen.

Nikola zu ihrer Motivation: „Ich finde das total interessant zu sehen, wie unterschiedlich der Schlacht und des Krieges gedacht wird. Gut finde ich auch, dass es nicht nur Deutsche sind, sondern wir das alles gemeinsam mit den Franzosen machen. Und ich finde es auch ganz spannend, die Bundeskanzlerin mal live zu sehen.“ Mitschülerin Laetitia freut sich ebenfalls darauf, die verschiedenen Gedenkstätten „in echt“ zu sehen. Sie ist gespannt darauf zu erleben, wie die Choreografie mit fast 4000 Schülern aussehen wird. Diese wird organisiert von dem deutschen Regisseur Volker Schlöndorff („Die Blechtrommel“).

Hier ist der Live-Blog des Deutsch-Französischen Jugendwerks zu finden.

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