Ermittlungen gegen Sicherheitsunternehmer: Sie umgeben sich mit Luxus

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Vellmar. Einem Sicherheitsunternehmer aus Vellmar wird vorgeworfen, die Sozialversicherung um etwa 1,5 Mio. Euro betrogen zu haben. Außerdem sollen große Mengen Firmengelder auf Privatkonten verschoben worden sein (HNA berichtete). In den sozialen Netzwerken präsentieren sich der 37-Jährige und seine Ehefrau derweil mit Luxuskarossen wie Maserati und Lamborghini sowie bei Yachtausflügen.

Urlaube in Spanien und Dubai, Spritztouren mit Bentleys und Booten, Abendessen in einer spanischen Finca: Der Gründer des Vellmarer Sicherheitsunternehmens, das in den Fokus von Staatsanwaltschaft und Zoll geraten ist, führt allem Anschein nach ein Leben in Saus und Braus. Das zumindest suggerieren die Profile in den sozialen Netzwerken.

Der Facebook-Account des Sicherheitsdienstleisters ist mittlerweile nicht mehr zu finden, seine Frau ist jedoch noch aktiv bei Facebook und Instagram. Dort finden sich unzählige Schnappschüsse die sie und ihren Mann zeigen: Mit teuren Sportwagen, daneben posierend oder am Steuer, in Luxushotels, in Pools unter Palmen oder im Skiurlaub. Vor allem Luxuskarossen scheinen es dem Paar angetan zu haben: Immer wieder tauchen die Marken Porsche, Maserati und Bentley auf. Ein Großteil der Wagen wird auch auf der Internetseite der Luxuswagen-Vermietung abgebildet, die der 37-Jährige ebenfalls betreibt.

Mehrere Firmen

Zum Firmenimperium mit Sitz in Vellmar gehören nicht nur die von der Durchsuchung betroffene Firma Sicherheitsdienst 24 GmbH. Auch weitere Firmen aus den Bereichen Detektivdienste, Reinigung, Immobilien- und Hausverwaltung sowie Autovermietung, unter anderem von Luxuskarossen, gehören dazu.

Als Geschäftsführer der verschiedenen Firmen sind oft Familienmitglieder eingetragen: mehrmals taucht die Ehefrau des Vellmarers auf, ebenso auch dessen Mutter.

Stellungnahme am Freitag

Auf Anfrage der HNA am Donnerstag wollte sich der Mann, der aus Bad Emstal stammt, zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zunächst nicht äußern. Er hat aber eine Stellungnahme für Freitag angekündigt. Mit seinem Anwalt arbeite er noch daran.

Wie berichtet, wird gegen den Mann derzeit ermittelt. Dabei geht es unter anderem um Barauszahlungen von Schwarzlöhnen, die mit Zahlungen und Scheinrechnungen verschleiert worden sein sollen. Das hatte das Hauptzollamt Gießen berichtet.

Mehr als 350 Beamte von Zoll, Polizei und Steuerfahndung hatten am Dienstag Wohnungen, Geschäftsräume und Fahrzeuge in mehreren Bundesländern durchsucht. Computer und Mobiltelefone, die sichergestellt wurden, werden ausgewertet. Das Sicherheitsunternehmen agiert bundesweit und hat mehrere Niederlassungen. (ren)

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