Hessen Mobil und Stadt wollen Unfallschwerpunkt in Vellmar entschärfen

Die Stadt Vellmar und Hessen Mobil ziehen an einem Strang: Die gefährliche Kreuzung Hamburger Straße/Harleshäuser Straße in Vellmar-West, bei der es am 11. Mai wiederholt einen schweren Unfall gegeben hatte (Foto), wird in jedem Fall entschärft. Ob mit einer Ampel oder mit einem Kreisel, das prüft jetzt Hessen Mobil. Foto: Naumann

Vellmar. Ein gutes Stück sind die Stadt Vellmar und Hessen Mobil in Sachen Entschärfung der Kreuzung Hamburger Straße/Harleshäuser Straße weiter gekommen.

Das Gespräch, dass jetzt im Vellmarer Rathaus geführt wurde, sei in „jeder Hinsicht konstruktiv verlaufen“, sagt Wolfhard Eidenmüller vom Vellmarer Verkehrsamt. Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil, bestätigt das. Mit anderen Worten: Beide Seiten sind sich einig, dass an der Kreuzung, an der es zuletzt am Mittwoch, 11. Mai, einen Verkehrsunfall mit einer Schwerverletzten gegeben hatte, etwas getan wird.

Beide Optionen im Rennen 

„Es ist nur noch nicht klar was“, sagt Eidenmüller, „entweder eine Ampel, oder ein Kreisverkehr“. Das werde jetzt von Hessen Mobil mit Blick auf Machbarkeit und Kosten noch einmal geprüft. Bekanntlich favorisiert die Stadt Vellmar einen Kreisel mit einem 36-Meter-Radius. Hierzu hat die Kommune bereits eine Machbarkeitsstudie inklusive Kostenaufstellung erstellt und diese bei dem Gespräch Hessen Mobil vorgelegt. Allein die Tatsache, dass sich Hessen Mobil das Papier jetzt anschauen wird, zeigt, dass beide Möglichkeiten nach wie vor im Rennen sind.

Dabei war von Hessen Mobil zunächst nur eine Ampellösung anvisiert worden. Für Eidenmüller nicht unbedingt die beste Wahl. „An der Kreuzung gibt sehr häufig Probleme mit der tief stehenden Sonne“, sagt Eidenmüller. Bei einer Gegenlichtsituation könne das Rotsignal der Ampel durchaus übersehen werden, was wiederum schwere Unfälle zur Folge haben könnte. Letztlich werde nur ein Kreisel die Verkehrsgeschwindigkeit an dem gefährlichen Knotenpunkt und damit die Unfallwahrscheinlichkeit verlässlich herabsenken können.

Kreisel ist teurer 

Das Problem beim Kreisel ist aber: Er ist teurer. Nach HNA-Informationen wird ein Kreisel mit 36-Meter-Radius rund 400 000 Euro kosten, eine Ampel dagegen 70 000 Euro plus etwa 6000 Euro Folgekosten. Nicht umsonst hat die Stadt Vellmar daher Hessen Mobil angeboten, sich im Falle eines Kreisels an den Baukosten zu beteiligen. Wie hoch, darüber herrscht aktuell Stillschweigen.

„Wir begrüßen aber dieses Engagement der Stadt Vellmar sehr“, sagt Sinemus. So werde dieses Angebot denn auch positiv bei den nun folgenden Kalkulationen Berücksichtigung finden. Wann jedoch mit Ergebnissen zu rechnen ist, sei derzeit noch nicht zu sagen.

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