Anlieger müssen zahlen

Hopfenbergstraße in Vellmar soll nächstes Jahr  saniert werden

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Schäden müssen warten: Dieses Loch in der Straße ist nicht das einzige in Vellmar.

Vellmar. Wer die Hopfenbergstraße im Abschnitt zwischen Sendeweg und Plantagenweg in Frommershausen befährt, wird ordentlich durchgerüttelt.

Doch es sind nicht nur einzelne Schlaglöcher, die die Straße zur Holperstrecke machen. Die Fahrbahn weist ein großflächiges Labyrinth von breiten Rissen im Asphalt auf. „Da fliegen Steine herum, das ist nicht in Ordnung. Es muss zeitnah etwas geschehen“, sagt Anwohnerin Ute Briele. Wenn Lkw ohne Ladung auf der Ladefläche vorbeifahren, höre sie das noch in ihren Haus, obwohl dieses gar nicht direkt an der Straße liege.

Briele und die anderen Anwohner müssen sich wohl noch etwas gedulden. Nach Auskunft von Wolfhard Eidenmüller von der Stadtverwaltung soll die Straße zwischen Sendeweg und „Kaiserberg“ erst 2017 grundhaft erneuer t werden. Für nächstes Jahr seien dafür 160 000 Euro veranschlagt. Ob das reichen wird, ist ungewiss. Denn in diesem Jahr soll erst einmal eine Planung erstellt werden. Klar ist nur, dass die Anlieger zur Kasse gebeten werden. In welcher Höhe, das könne er noch nicht sagen, erklärte Eidenmüller zur gegebenen Zeit werde es eine Anliegerversammlung geben. Bis die Straße saniert wird, sollen Hinweisschilder Autofahrer auf die schlechte Fahrbahn aufmerksam machen.

Briele dürfte das nicht reichen. Schon seit zwei Jahren habe die Stadt nichts mehr an der Hopfenbergstraße geflickt, obwohl diese wegen des Berufsverkehrs und des nahen Kindergartens und der Grundschule starkt befahren sei, sagt die frühere Vorsitzende des Gesangvereins. Autos würden Steine aus den Schlaglöchern auf den ohnehin zu schmalen Bürgersteig schleudern. Sie habe auch einmal beobachtet, dass ein Schulkind mit seinem Rad in einem Schlagloch zu Fall gekommen sei. Nach Regenfällen würden Passanten von vorbeifahrenden Autos nassgespritzt. Im Winter sei es besonders schlimm. Eidenmüller bestätigt, dass die Stadt seit zwei Jahren dort nichts mehr repariert hat. Asphaltflicken brächten nichts. „Das wird nicht halten. Das bricht weg“, sagte er gegenüber der HNA.

Die Höhe der Sanierungskosten dürfte davon abhängen, wie es unter der brüchigen Asphaltdecke aussieht. Die Hopfenbergstraße sei in diesem Abschnitt früher eine Sackgasse und nur ein Feldweg gewesen, sagt Briele. Den habe man nur geschottert und Asphalt darüber gezogen. „Die Straße hat keinen Unterbau“, sagt die Anwohnerin, die schon 32 Jahre dort wohnt. Eidenmüller will das nicht bestätigen. Man werde das untersuchen. 

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