Keine Pächter für Restaurant des Ozon-Hallenbads und Bürgerstuben in Vellmar

Leerstand: Bereits seit Ende August ist das Restaurant Freistil im Hallenbad geschlossen.

Vellmar. Noch immer sind die Zukunft der Gaststätte Bürgerstuben im Bürgerhaus Vellmar-West und des Restaurants Freistil im Ozon-Hallenbad in Vellmar ungewiss.

Die Stadt sucht nach wie vor nach neuen Pächtern für die Gastronomiebetriebe. Bereits zum 31. August vergangenen Jahres hatten die ehemaligen Pächterinnen Tanja Ströter und Manuela Weller das Restaurant Freistil im Ozon-Hallenbad aufgegeben (wir berichteten). Eigentlich hatten sie den Betrieb für fünf Jahre gepachtet, doch bereits nach zweieinhalb Jahren war Schluss - nach eigenen Angaben aus persönlichen Gründen.

Seither sucht die Stadt einen neuen Pächter. Zunächst hatte sie gehofft, eine Anschlusslösung zum 1. September zu finden. Einige Bewerbungen gingen auch ein, doch die Interessenten reichten die notwendigen Unterlagen wie beispielsweise den Gewerbesteuernachweis und ein Führungszeugnis nicht vollständig ein. Daran hat sich bis jetzt nichts geändert. „Wir haben nach wie vor keine offizielle Bewerbung vorliegen“, sagte Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD). Zwar gebe es inzwischen einige Anfragen, die seien aber noch nicht in einer Bewerbung gemündet.

Die Bürgerstuben

Zu der Gaststätte gehören ein Gastraum, Toiletten, eine Wirtschaftsküche, Nebenräume, ein Bierkeller sowie eine Terrasse im Außenbereich, die als Biergarten genutzt werden kann. Dem neuen Pächter obliegt die Bewirtschaftung der Gaststätte im Hallenbad in Eigenregie. Während des Badebetriebs soll er die Öffnung der Gastronomie gewährleisten, er kann die Gaststätte aber auch unabhängig von den Öffnungszeiten des Bades betreiben. Nach Angaben der Stadt Vellmar wird das Restaurant von Badegästen des Hallenbades sowie des Sauna- und Massagebetriebes besucht.

Ebenfalls ohne Pächter ist die Gaststätte Bürgerstuben im Bürgerhaus Vellmar-West. Zum 31. Dezember hatte der bisherige Pächter, die Radeberger-Gruppe mit Sitz in Frankfurt, den Vertrag gekündigt (wir berichteten). Sie hatte die Räumlichkeiten an die Vellmarer Gastronomen-Familie Müller, die in Vellmar auch das Ahnepark-Café und das Bistro Linie 1 am Rathausplatz betreibt, unterverpachtet.

Als Grund für die Kündigung führte Ludewig damals einen Richtungswechsel in der Firmenphilosophie bei der größten Brauereigruppe Deutschlands an. Sie wolle sukzessive ihre Pachtverhältnisse mit Kommunen auflösen und künftig nur noch als Bierlieferant auftreten. Radeberger selbst wollte sich zu den Gründen nicht weiter äußern.

Eine nahtlose Lösung zum 1. Januar konnte nicht gefunden werden, aber „es gab mehrere Anfragen und uns liegt eine Bewerbung vor“, so Ludewig. Der Interessent müsse nun noch die nötigen Unterlagen nachreichen. „Wir haben ihn kürzlich noch einmal daran erinnert und hoffen, dass es klappt“, sagt der Rathauschef.

Mit der Resonanz auf die Ausschreibungen für beide Gastronomiebetriebe ist der Rathauschef unzufrieden: „Wir hatten auf mehr Bewerbungen gehofft“, sagt er und kann nicht erklären, warum sich die Suche nach einem neuen Pächter so schwierig gestaltet. „Vielleicht liegt es an der allgemeinen Situation der Gastronomie“. Die Stadt sei zumindest sehr bemüht, Nachfolger zu finden. Sie rühre ständig die Werbetrommel für beide Betriebe und habe die Ausschreibungen immer wieder inseriert.

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