Kirche will Flüchtlinge aufnehmen

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Carmen Jelinek

Kreis Kassel / Vellmar. Im Kirchenkreis Kaufungen gibt es in einigen Orten Überlegungen, kirchliche Häuser für Flüchtlinge zu öffnen. Das teilte Dekanin Carmen Jelinek auf Anfrage der HNA mit.

„Zwei Kirchengemeinden denken darüber nach, ihre Gemeindehäuser zur Verfügung zu stellen“, sagte Jelinek. Sie sollen zu Wohnungen umgebaut werden.

Auch das Diakonische Werk engagiere sich. So sollen ins frühere Vabia-Haus in Vellmar, das jetzt dem Diakonischen Werk gehört, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge einziehen, die dort auch betreut werden.

Kirchengebäude als Unterkunft für Flüchtlinge zu nutzen, sei indessen schwieriger, meinte Jelinek - sie seien schwer heizbar und verfügten nicht über die notwendigen sanitären Einrichtungen. Es kämen vermutlich nur einige Kirchen infrage, die mit einem Gemeindezentrum verbunden sind. Menschen zu helfen, die in Not oder auf der Flucht sind, sei für die Kirchengemeinden grundsätzlich ein Thema. Dabei beziehe man sich zum Beispiel auf die Geschichte vom barmherzigen Samariter in der Bibel.

Viele Christen engagiert 

Laut Jelinek engagieren sich bereits viele Christen für die Flüchtlinge. So helfen Gemeindemitglieder bei der Essensausgabe in den Erstaufnahme-Unterkünften oder laden Flüchtlinge zum Essen zu sich nach Hause ein.

Bischof Dr. Martin Hein hatte bei der Landessynode im Kloster Haydau an die Gläubigen appelliert, die Kirchengebäude für Flüchtlinge zu öffnen.

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