Neuer Übungsturm der Freiwilligen Feuerwehr Vellmar nimmt Formen an

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12 Tonnen Stahl: Ein Schwerlastkran hebt das 12 Tonnen schwere und 13,6 Meter hohe Stahlgerüst des neuen Feuerwehr-Übungsturmes auf das vorbereitete Fundament. Insgesamt wird der neue Turm 15 Meter hoch und ermöglicht unter anderem Ausbildungsdienste für Höhenretter. Um den ganzen Turm zu sehen, bitte das Bild vergrößern.

Vellmar. In sengender Hitze schraubten jetzt die Mitarbeiter der Stahlbaufirma Grupe aus Bodenwerder den Stahlrahmen des neuen Feuerwehr-Übungsturms auf die bereits vor Wochen gegossenen Fundamente.

Auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr wird derzeit mit Hochdruck an dem 15 Meter hohen Übungsturm gebaut, der voraussichtlich Ende August seiner Bestimmung übergeben wird.

Die verzinkte Stahlkonstruktion wurde bereits vor wenigen Tagen angeliefert. Jetzt montieren Mitarbeiter einer Stahlbaufirma, die als Subunternehmer der Firma Herrmanns tätig ist, das rund 12 Tonnen schwere Stahlgerippe des Turmes. Zunächst ein erstes Teilstück von 13,60 Metern. Danach werden ein weiteres, 1,50 Meter hohes Turmstück sowie die Dachkonstruktion aufgesetzt. In Anschluss werden dann Treppenwangen und Podeste eingebaut und am Schluss die Fassade montiert.

„Die soll auf zwei Seiten aus farbigen Faserzementplatten bestehen“, erklärt Architekt Jörg Vetter vom Büro Kplan AG aus Siegen; verantwortlich ist für die Projektentwicklung und Gesamtplanung des Vellmarer Bauwerks ein Unternehmen, das sich bundesweit auf den Bau von Feuerwehr- und Rettungswachen spezialisiert hat.

Riesige Fundamente 

Die vierte Seite des Feuerwehr-Übungsturmes wird mit Gitterrosten versehen. Für die Standfestigkeit des Turmes sorgen riesige Fundamente, die aus 100 Kubikmetern Beton und 1,5 Tonnen Stahlarmierung gegossen wurden.

Gut verschraubt: Mit großen Ringschlüsseln ziehen Mitarbeiter der Stahlbaufirma Grupe aus dem niedersächsischen Bodenwerder die Muttern an, die den 12 Tonnen schweren Übungsturm mit dem rund 100 Kubikmeter großen Fundament verbinden und dem Turm sicheren Halt bieten.

„Sollte es keine weiteren Schwierigkeiten geben, wird der Übungsturm voraussichtlich Ende August feierlich eingeweiht“, gibt sich Architekt Jörg Vetter zuversichtlich. Dann kann im Zuge des Ausbildungsbetriebes nicht nur das Abseilen aus bestimmten Höhen regelmäßig trainiert werden, sondern auch Übungen im Rahmen der Absturzsicherung sowie das Anleitern mit der Drehleiter oder tragbaren Leitern. „Aufgrund des nachgebildeten Treppenhauses im Turminneren kann das Vorgehen im Brandfall über ein Treppenhaus sowie ein Part des sogenannten Innerangriffs im neuen Turm geübt werden“, beschreibt Johannes Zelmer, stellvertretender Stadtbrandinspektor der Stadt Vellmar, die vielfältigen Möglichkeiten, die der Übungsturm dann bieten wird.

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