Seit Schließung des Tegut

Niedervellmar ohne Markt: Einkaufen nur noch mit dem Auto möglich

Leerstand: Der ehemalige Tegut-Markt an der Triftstraße in Niedervellmar wurde Ende 2011 geschlossen – was mit der Immobilie passiert, die einem privaten Investor gehört, ist der Stadt Vellmar nach eigenen Angaben nicht bekannt. Foto: Rogge-Richter

Vellmar. Von A wie Apotheke über B wie Bestatter bis Z wie Zahnarzt: Die Wege zu einer Vielzahl von Dienstleistern sind in Niedervellmar in der Regel kurz. Um sich jedoch mit frischen Lebensmitteln zu versorgen, müssen sich viele Bewohner des Stadtteils regelmäßig ins Auto setzen.

Seit der ehemalige Tegut-Markt an der Triftstraße im Dezember 2011 aufgrund geringer Kundenfrequenz geschlossen wurde, gibt es in Niedervellmar keinen Nahversorger mehr.

Privater Investor 

Das ehemalige Tegut-Gebäude, das seit Langem leer steht, befindet sich im Besitz eines privaten Investors. „Im Moment sind der Stadt Vellmar keine Planungen bekannt, was die weitere Nutzung der Fläche betrifft“, sagt Bürgermeister Manfred Ludewig. „Wir würden es allerdings begrüßen, wenn das leer stehende Gebäude wieder neu vermietet würde.“ In den vergangenen Jahren habe die Stadt, die bei Anfragen als Vermittler zwischen Eigentümer und potenziellen Investoren auftritt, mehrfach Gespräche mit Interessenten geführt - diese seien jedoch bislang nicht erfolgreich gewesen, da die Immobilie und die vorhandene Parkplatzfläche für einen Nahversorger wesentlich zu klein seien, erläutert Ludewig.

Ansiedlung schwierig 

Die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes an anderer Stelle in Niedervellmar gestaltet sich nach Angaben Ludewigs ebenfalls schwierig: „Entsprechend große Flächen für einen Nahversorger, die im Eigentum der Stadt Vellmar sind, stehen in dem Stadtteil zurzeit nicht zur Verfügung.“

Der gut gemeinte Versuch des ehemaligen Betreibers des „Platzhirsch“, Klaus Wagner aus Kassel, vor zwei Jahren im daneben liegenden „s’Lädchen“ an der Kasseler Straße auf knapp 35 Quadratmetern einige Lebensmittel anzubieten, ist offensichtlich gescheitert. Auch „s’Lädchen“ wurde bereits nach kurzer Zeit wieder dichtgemacht - die Fläche steht seitdem leer.

Von Sarah Rogge-Richter

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