Platzmangel an Grundschule Frommershausen: Kein Ende in Sicht

Eltern warten auf Lösungen: Die Grundschule Frommershausen klagt über Platznot. Die Elternbeiratsvorsitzende Stefanie Krug hält Container für keine gute Idee, weil dann die kleine Wiese, die für den Sport genutzt wird, geopfert werden müsste. Foto: Dilling

Vellmar. Schon seit vergangenem Sommer herrscht Platzmangel an der Grundschule Frommershausen in Vellmar. Doch getan hat sich bislang nichts.

Die Elternvertretung der Grundschule Frommershausen hatte im Sommer vergangenen Jahres wegen Raumnot und häufigen Ausfalls des Sportunterrichts Alarm geschlagen. Man werde im Herbst über Abhilfemöglichkeiten mit der Schulgemeinde beraten, hieß es damals beim Landkreis Kassel.

Getan hat sich seitdem aber nichts, wie der Schulelternbeirat und die Stadt Vellmar bestätigen. Man werde ab März Gespräche mit Eltern und Kindern führen, teilte nun Ute Jäger von der Pressestelle des Landkreises mit. Ob es zu einer tragfähigen Lösung kommt, dürfte von einem Poker um die künftig zu erwartenden Schülerzahlen abhängen.

Offensichtlich geht der Kreis davon aus, dass im März tragfähige Prognosen für das nächste Schuljahr gemacht werden können. „Sollten es tatsächlich dann zwei Klassen sein, so werden wir mit der Schule nach Lösungen suchen“, sagte Jäger.

Zu Beginn des laufenden Schuljahrs wurden zwei Klassen eingeschult, mit der Folge, dass der Mehrzweckraum für Unterrichtsstunden geopfert werden musste. Höhere Schülerzahlen bedeuten auch mehr Platzbedarf für den Sportunterricht.

Diesen hält die Schule in der Mehrzweckhalle Frommershausen ab, die aber wegen des aufgrund von Schadstoffbelastungen seit Längerem geschlossenen Bürgerhauses Obervellmar sowie der Kulturhalle Niedervellmar unter Buchungsdruck für Veranstaltungen steht.

Bei Terminkollisionen könne kein Sportunterricht durchgeführt werden, bestätigt die Stadt Vellmar. Terminabsagen würden in der Regel mit großem Vorlauf mitgeteilt. Auf Anfrage beziffert die Stadt die Ausfälle in 2014 auf rund 14 Prozent. Die Elternbeiratsvorsitzende Stefanie Krug bestätigte gegenüber der HNA, dass es nach wie vor Beschwerden von Eltern gebe. „Wir können nichts machen“, laute dann ihre Antwort. Schulleiter Andreas Wünsch will sich zu dem gesamten Thema öffentlich nicht äußern. Der Landkreis bringt als „letzte Alternative“ erneut das Aufstellen von Containern ins Spiel. Krug hält das für keine gute Idee. „Wir haben nur eine kleine Wiese, die wir bei gutem Wetter auch für sportliche Aktivitäten nutzen“, sagt sie.

Kreis und Stadt verweisen auch darauf, dass sich die Situation bessern werde, wenn das Bürgerhaus und die Kulturhalle saniert würden. Das dürfte aber so bald nicht der Fall sein. Das bei Gericht wegen eines Streits um das Ausmaß der Schadstoffbelastung anhängige Beweisverfahren für die Gebäude sei noch nicht abgeschlossen, einen Zeitplan für die Sanierung könne man nicht angeben, sagte Hauptamtsleiter Stephan George. Die Stadt erwarte aber, dass das Verfahren „kurzfristig einen Abschluss“ finde.

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