Geschäftsstelle hat Sitz in Fuldatal

Verband Deutscher Schullandheime will sich neu ausrichten 

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Im Einsatz für die Schullandheime: Michel Weiland ist Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Schullandheime.

Fuldatal. Die Geschäftsstelle des Verbandes Deutscher Schullandheime hat ihren Sitz im Landkreis Kassel, auf Gut Eichenberg in Fuldatal-Rothwesten. Im April hat der Verband einen neuen Vorstand gewählt, der sich einiges vorgenommen hat.

Klettern statt rechnen, Wattexkursion statt Deutschstunde, Floßbauen statt Hausaufgaben - Klassenfahrten stehen bei den meisten Schülern hoch im Kurs und vermitteln neben jeder Menge Spaß auch viele wichtige Lernerfahrungen abseits des regulären Stundenplans. Nicht selten führen die Klassenfahrten in ein Schullandheim.

Etwa 270 dieser Einrichtungen, überwiegend aus Deutschland sowie aus Österreich, Dänemark und Italien, gehören dem Verband Deutscher Schullandheime an. Die Geschäftsstelle des Verbandes hat ihren Sitz im Landkreis Kassel, auf Gut Eichenberg in Fuldatal-Rothwesten.

Im April hat der Verband einen neuen Vorstand gewählt, der sich einiges vorgenommen hat. „Wir wollen das angestaubte Image abklopfen und den Glanz hervorheben“, sagt Geschäftsführer Michel Weiland aus Kassel. Der Verband will neue Mitglieder werben und den anstehenden Generationenwechsel bei den Betreibern der Schullandheime begleiten. Wichtig sei es dem neuen Vorstand, die Zusammenarbeit zwischen Bundesverband, Landesverbänden und Schullandheimen weiter auszubauen. Dazu gehöre auch, dass die Betreiber ihre Wünsche und Ideen noch stärker als bisher in die Verbandsarbeit einbringen sollen. Laut Weiland sind viele Schullandheime autarke, gemeinnützige Einrichtungen, hinter denen ein Trägerverein steht. Bei vielen steht ein Generationenwechsel an, geeigneter Nachwuchs sei jedoch oft schwer zu finden. „Wir müssen auch die junge Generation für den Schullandheimgedanken begeistern“, sagt Weiland. Dazu gehöre unter anderem, angehende Lehrer bereits in der Ausbildung auf Klassenfahrten vorzubereiten. Zudem sei es wichtig, dass sich die Häuser weiterentwickeln.

Der Verband bietet den Schullandheimen Beratung an, etwa zu den Themen Modernisierung, pädagogische Konzepte und Marketing. Zudem organisiert er Workshops, Konferenzen und Schulungen, zum Beispiel zum Thema neue Medien. All das soll den Schullandheimen helfen, sich auf dem Markt zu behaupten. „Wir sind ja nicht allein. Es gibt kirchliche Häuser, Bildungsstätten, Jugendherbergen und mehr. Das Angebot ist breit gefächert“, sagt Weiland.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, bieten viele Schullandheime pädagogische Programme für Gruppenreisen an. Unterstützt werden sie dabei von Anke Meyer aus Saarbrücken, die im vergangenen Jahr die pädagogische Arbeitsstelle im Verband übernommen hat. Zu ihren Aufgaben gehört es unter anderem, die pädagogische Arbeit der Landschulheime zu bündeln und weiterzuentwickeln.

Ein weiteres Angebot des Verbandes sind die Publikationen, die im verbandseigenen Verlag erscheinen. Dazu gehört die Fachzeitschrift „Das Schullandheim“ ebenso wie Veröffentlichungen zur Schullandheimarbeit und Pädagogik. „Wie leisten inhaltlich gute Arbeit“, sagt Weiland. Nun gelte es die Marke Schullandheim weiter zu stärken. (pmi)

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