DRK-Ortsverein Lohfelden gründete sich vor 100 Jahren – Zum Auftakt der Feiern Sommerfest am Samstag

Ziel bleibt: Den Menschen helfen

Die Aktiven der DRK-Ortsvereinigung vor 25 Jahren: Mit auf dem Bild von 1988 zu sehen sind der 1. Vorsitzende Ralf Hartmann (Zweite Reihe, 3. von rechts), sein Vorgänger Fred Schneppe (Erste Reihe, 2. von links), die Bereitschaftsleitern Petra Karasek (Zweite Reihe links) und deren Vorgänger Ausbilder Hans-Hermann Becker (Erste Reihe rechts). Fotos: privat/Repro: Wohlgehagen

Lohfelden. Ob in der Bereitschaft, als Rettungssanitäter, Betreuer bei Veranstaltungen oder im sozialen Dienst: Ganz besondere Menschen engagieren sich ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz. So war und ist es auch in der Ortsvereinigung Lohfelden, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert.

Mit einer Geburtstagsfeier und dem Sommerfest am Samstag, 29. Juni (Beginn: 15 Uhr) nimmt das Jubiläumsjahr seinen Anfang. Im August und September stehen ein internationaler Erste-Hilfe-Wettbewerb und ein Festkommers auf dem Programm.

„Unverändert ist nach wie vor der Grundgedanke, den Menschen zu helfen“, sagt Ralf Hartmann, der seit neun Jahren an der Spitze des DRK-Ortsvereins steht und auf die 22 aktiven Mitglieder besonders stolz ist. Nur durch sie seien Einsätze bei Dorffesten, anderen Ereignissen in Lohfelden und bei der Blutspende möglich, sagte der Vorsitzende. Als weiteren Schwerpunkt bezeichnete Hartmann die Mitwirkung am Katastrophenschutzzug des Landes. Der Senioreneinkaufsbus sei ein gutes Beispiel für die vielfältige soziale Arbeit des Ortsvereins.

Die Geschichte des DRK Lohfelden beginnt 1913, als 25 Männer während einer Bürgerversammlung in der Gaststätte Oppermann eine Rot-Kreuz-Bereitschaft gründen. Noch im selben Jahr hält Dr. Horn aus Bettenhausen in Ochshausen einen Erste-Hilfe-Lehrgang ab. Adam Leck wird als Vorsitzender ernannt.

In den Jahrzehnten zwischen den beiden Weltkriegen kommt die Bereitschaft nicht über 25 Mitglieder hinaus. Während des Zweiten Welt-krieges werden erstmals Mädchen und Frauen in Erster Hilfe ausgebildet. Sie mussten sich bei Luftangriffen, der Betreuung von Verwundeten und bei Flüchtlingstransporten bewähren.

Die 50er-Jahre waren die Zeiten der Wohlfahrtspflege: Allein 1955 versorgten Rot-Kreuzhelfer in Ochshausen 42 Familien von Heimkehrern und Vertriebenen mit Bekleidung und Lebensmitteln. 1960 übernahm Fred Schneppe den Vorsitz des Ortsvereins. Dieses Amt hatte der heutige Ehrenvorsitzende bis 2004 inne. In seine Zeit fällt der Zusammenschluss mit der Bereitschaft Crumbach (1978) und mit dem Ortsverein Vollmarshausen (1995).

Im Mittelpunkt des Vereinslebens und der Ausbildungsarbeit stehen die Räume in der alten Ochshäuser Schule. Seit 1996 verfügt der Ortsvereins über neue Garagen. An deren Bau haben die meisten Mitglieder mit Eigenleistungen tatkräftig mitgearbeitet. In der Bereitschaftsleitung gab es 1997 den Wechsel von Hans-Hermann Becker auf Petra Karasek.

Zu den künftigen Schwerpunkten gehören der Aufbau einer Jugendgruppe und die Stärkung des Kreisverbandes Kassel-Land.

HINTERGRUND

STICHWORT

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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