Kriminalstatistik

45.000 Straftaten in Nordhessen - Deutlich mehr Einbrüche in Kassel

Kassel. Weniger Straftaten und mehr aufgeklärte Fälle: Diese Bilanz zog Polizeipräsident Konrad Stelzenbach bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr.

„Nordhessen ist sicherer geworden“, sagte er. Mit knapp 45 000 Straftaten wurde wieder das Niveau von 2013 erreicht. Damit ist die Kriminalität auf dem niedrigsten Stand seit 15 Jahren. Die Aufklärungsquote stieg um zwei Prozentpunkte auf 57,2 Prozent.

Aktualisiert: 14.54 Uhr

Negativ stechen jedoch die Einbrüche heraus: Hier gab es einen deutlichen Anstieg, der laut Polizei allein auf die Enwicklung in der Stadt Kassel zurückgeht. Dort wurden 805 Einbrüche – 281 mehr als im Vorjahr – registriert. Das entspricht einer Zunahme von 53 Prozent. Allerdings war den Ermittlern im Juli die Festnahme eines Serientäters aus dem Kreis Kassel gelungen, der über Jahre hinweg mehrere hundert Einbrüche vor allem in der Stadt verübt hat. Ein Großteil seiner Taten schlägt sich in der aktuellen Statistik nieder.

Insgesamt ist Kassel als einzige Großstadt im Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen ein Kriminalitätsschwerpunkt: Fast jede zweite Straftat in der Region passierte in der Stadt. So gab es in Kassel im vergangenen Jahr auch nur einen marginalen Rückgang der Straftaten um 80 auf insgesamt 20 931 Fälle (-0,4 Prozent). Deutlich besser steht der Landkreis da, wo die Kriminalität um zehn Prozent zurückging: Mit 7276 Straftaten wurde der niedrigste Wert seit zehn Jahren erreicht.

Das Risiko, im öffentlichen Raum Opfer einer Straftat zu werden, ist gesunken: Die sogenannte Straßenkriminalität ging in ganz Nordhessen (-15,5 Prozent) und auch in der Stadt Kassel (-11,3 Prozent) zurück. „Diese harten Zahlen können wir der gefühlte Wahrnehmung vieler Bürger entgegensetzen“, sagte Polizeidirektor Uwe Papenfuß.

Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger an Straftaten ist - auch bedingt durch die hohen Zuwanderungszahlen - auf 26,2 Prozent gestiegen (Vorjahr: 22,0).

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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