Wahlprüfsteine vorgelegt

Kritik an KVG-Linienreform vom Kasseler Bund für Umwelt und Naturschutz

Das Straßenbahn- und Busnetz stärken, nicht ausdünnen: Das sagt der Bund für Umwelt und Naturschutz in Kassel. Archivfoto: Koch

Kassel. An die Bedeutung von sauberer Luft, gesundem Boden und Wasser sowie Artenvielfalt erinnert der Kreisverband Kassel im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

BUND-Vorstandsmitglied Wilfried Bonnet und Otto Löwer nennen insgesamt fünf Punkte als Prüfsteine für die Kommunalwahl am kommenden Sonntag, 6. März:

Karte zur KVG-Reform: Überblick aller Änderungen

1. Statt der angekündigten Änderungen im Liniennetz der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) mit Streichungen von Bus- und Straßenbahnlinien sei eine bestmögliche Versorgung im öffentlichen Nahverkehr nötig. Es gehe um weniger Autoverkehr und damit weniger Feinstaub, weniger Lärm und bessere Luft im Sinne des von der KVG einst selbst geäußerten Anspruchs: „Damit uns im Kasseler Becken nicht die Luft ausgeht.“

2. Es müsse ernsthaft und nachprüfbar mit konkreten Einsparungen beim Flächenverbrauch für Wohnbebauung begonnen werden. Es gebe sowohl in der Stadt als auch in vielen Gemeinden brachliegende Gewerbeflächen und leer stehende Gebäude. Dabei müsse der soziale Wohnungsbau unbedingt im Vordergrund stehen, statt hochpreisige Neubauwohnungen auf Freiflächen zu bevorzugen. Ackerland sei viel zu wertvoll.

3. Wichtig sei die Bereitschaft, auf kommunalen Flächen das Wildkrautvernichtungsmittel Glyphosat zu verbieten. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sei das Gift höchstwahrscheinlich krebserregend und belaste das Grund- und Trinkwasser.

4. Nötig sei auch die Bereitschaft, sich bei sämtlichen Gewässern für die Einhaltung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie einzusetzen. Bereits seit Sommer des vergangenen Jahres 2015 müsse laut dieser Richtlinie ein „guter Gewässerzustand“ erreicht werden.

5. Ausreichende und dauerhaft geschützte Grünflächen im Stadtgebiet seien unbedingt notwendig. Solche Grünflächen in der Stadt dienten der Erholung, der biologischen Vielfalt und einem attraktiven Wohnumfeld.

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