Papier leidet unter sinkenden Kalipreisen

K+S-Aktienkurs fällt auf Zehnjahrestief

Kassel. Für den Kasseler Kali- und Salzproduzenten K+S kommt es knüppeldick. Nach den zahlreichen Rückschlägen der vergangenen Monate bricht nur auch der Aktienkurs massiv ein.

Gestern verlor das Papier in der Spitze 7,6 Prozent und markierte mit 16,57 Euro ein neues Zehnjahrestief. Am Abend gingen die Titel mit einem Minus von 6,9 Prozent auf 16,70 Euro aus dem Handel.

Grund für den neuerlichen Kursrutsch ist eine Herabstufung des Werts durch die Analysten der Deutschen Bank. Sie empfehlen zum Verkauf und sehen die Aktie bei nur noch 14 Euro. Vor zehn Tagen erst hatte die britische Großbank HSBC das Kursziel auf 15,50 Euro gesenkt. Der US-Finanzkonzern Citigroup sieht den Kurs mittelfristig sogar bei nur noch fünf Euro.

Als Gründe für die schlechte Benotung nennen die Experten die weltweit hohen Getreidevorräte. Vor allem in Europa – dem Hauptabsatzgebiet der Kasseler sind die Lager voll und die Preise niedrig, was mit Blick auf Düngemittel zu einer Kaufzurückhaltung bei den Landwirten führt.

K+S kämpft derzeit nicht nur mit dem fallenden Aktienkurs, sondern auch mit sinkenden Kalipreisen und der schmerzlichen Produktionsdrosselungen im Werra-Kalirevier wegen der stark eingeschränkten Genehmigung zur Versenkung von salzhaltigem Abwasser.

Im ersten Halbjahr sank der Umsatz um 20 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach sogar sogar um 53 Prozent auf 233 Millionen Euro ein. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen ein Ebit von 200 bis 300 Mio. Euro. Zum Vergleich;: 2015 lag es noch bei 782 Mio. Euro.

Rubriklistenbild: © dpa

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