Unfall könnte Inbetriebnahme verzögern

K+S: Rückschlag in kanadischer Mine

Kassel. Der Kali und Salzproduzent K+S hat bei seinem milliardenschweren neuen Minen-Projekt in Kanada einen Rückschlag erlitten.

Ein wichtiger Teil der Anlage sei bereits am Sonntag ausgefallen, bestätigte eine K+S-Sprecherin am Dienstagmorgen kanadische Medienberichte.

Ein 28 Meter hoher Prozessbehälter für die Kaliproduktion habe sich während eines Routine-Tests aus seiner Verankerung gelöst und sei zu Boden gestürzt, teilte K+S mit. Dadurch sei erheblicher Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand. Derzeit liefen Untersuchungen über Ursache und Auswirkungen. Ob die für August geplante Inbetriebnahme verschoben werden müsse, könne sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Analysten rechnen mit einer Verschiebung des Anlaufs von mehreren Wochen bis Monaten.

Anleger reagierten verschnupft. Die Anteilsscheine von K+S fielen im frühen Handel um rund vier Prozent und führten mit Abstand die Verliererliste im Nebenwerte-Index MDax an. Die Kali-Mine, in die K+S rund knapp 2,9 Milliarden Euro investiert, ist die erste des Kasseler Unternehmens außerhalb Deutschlands. Die Nordhessen setzen große Hoffnungen auf die neue Mine, die im Sommer planmäßig in Betrieb gehen sollte. Sie soll Hauptwachstumstreiber im Düngemittelgeschäft werden und eine Jahreskapazität von 2,86 Millionen Tonnen erreichen. Derzeit beträgt die jährlich Produktionskapazität an den bestehenden Standorten von K+S rund sieben Millionen Tonnen.

Mit dem Projekt im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan ist der Konzern im Revier des kanadischen Rivalen Potash tätig. Dieser hatte 2015 vergeblich versucht, K+S zu übernehmen.

Rubriklistenbild: © dpa

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