Staatsanwaltschaft sieht kein strafbares Verhalten

K+S: Verfahren wegen Gewässerverunreinigung eingestellt

Kassel. Die Staatsanwaltschaft Kassel hat laut Mitteilung des K+S-Konzerns ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der versuchten Gewässerverunreinigung eingestellt.

Ende 2015 hatten die thüringische Gemeinde Gerstungen, die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“ und der Verband für Angeln und Naturschutz Thüringen Anzeige erstattet.

Sie werfen dem Unternehmen mit Blick auf die Kaliproduktion an der Werra Tricksereien bei der Abfallentsorgung vor: Der von K+S im April 2015 gestellte Antrag auf Weiterführung der Versenkung von Kaliabwässern in tiefe poröse Gesteinsschichten auf hessischem Gebiet über November 2015 hinaus, habe versucht, mit manipulierten Unterlagen beim RP Kassel widerrechtlich zum Ziel zu kommen.

Derartige Versuche habe die Anklagebehörde nicht feststellen können, so K+S am Dienstag, ebensowenig versuchte oder vollendete

Aktualisiert um 15.21 Uhr

Gewässerverunreinigung. Deshalb sei das Verfahren mangels Tatverdacht eingestellt. Gewässerverunreinigung als Straftatbestand kommt in Betracht, wenn Behördenerlaubnisse zur Abwasserversenkung widerrechtlich erlangt sind. Die Kasseler Staatsanwaltschaft bestätigte die Einstellung des Verfahrens.

Vom Kasseler Verfahren zu trennen ist die Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft Meininigen: Dort geht es um alte Versenkungen von 1999 bis 2007 nahe der Thüringer Gemeinde Gerstungen. Dort geht es zudem um eine fertige Anklage wegen Gewässerverunreinigung und unerlaubtem Umgang mit Abfällen. Vor Gericht sollen 14 K+S-Mitarbeiter, darunter Vorstandschef Norbert Steiner und sein Amtsvorgänger Ralf Bethke, sowie drei Mitarbeiter des Thüringer Landesbergamtes.

Ob die Anklage beim Landgericht Meiningen zur Hauptverhandlungen zugelassen wird, ist aber offen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.