Stadtverordnete lassen  Bewerbung zur Kulturhauptstadt erneut prüfen

Die neue Grimmwelt auf dem Weinberg (unser Foto entstand bei der Museumsnacht im September) könnte die Chancen Kassels erhöhen bei der Bewerbung um den Titel der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2025. Archivfoto: Fischer

Kassel. Nur eine Gegenstimme: Mit großer Mehrheit hat die Kasseler Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Bewerbung zum Wettbewerb „Kulturhauptstadt Europas 2025" prüfen zu lassen.

Gegen diesen Auftrag an den Magistrat stimmte in der Sitzung lediglich der Stadtverordnete Jörg-Peter Bayer (Piraten).

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Alle anderen Fraktionen sprachen sich für die Prüfung einer erneuten Bewerbung Kassels als Kulturhauptstadt aus. Die Ergebnisse sollen bis Herbst 2016 vorliegen und dann als Grundlage für den Beschluss der Stadtverordneten über ein Bewerbungsverfahren dienen. Wie berichtet, denkt die Stadt Kassel daran, nach der vergeblichen Bewerbung um den Kulturhauptstadt-Titel des Jahres 2010 bei dem Wettbewerb für das Jahr 2025 der Europäischen Union erneut anzutreten. Die endgültige Entscheidung wird im nächsten Jahr die sich nach der Kommunalwahl am 6. März 2016 neu konstituierende Stadtverordnetenversammlung zu treffen haben.

Auch die Mehrzahl der 278 Teilnehmer des Online-Votings der HNA ist für einen neuen Bewerbungsversuch. Bei der nicht repräsentativen Umfrage sprachen sich 167 Teilnehmer (60 Prozent) für eine Bewerbung aus, weil durch die Anerkennung des Bergparks Wilhelmshöhe als Weltkulturerbe und die neue Grimmwelt auf dem Weinberg die Chancen für den Zuschlag gestiegen sind. 111 Teilnehmer (40 Prozent) sind der Meinung: „Nein, das ist zu teuer und die Konkurrenten sind zu stark.“ Vorbereitung und Bewerbung würden einen sechsstelligen Euro-Betrag kosten. Und angesichts weiterer gewichtiger Bewerber-Städte wie Dresden, Nürnberg, Magdeburg und Leipzig könnte Kassel erneut den Kürzeren ziehen, befürchten Kritiker einer erneuten Bewerbung.

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