Bauarbeiten an der Leipziger Straße sorgen für Probleme bei Firmen im Quartier

„Kunden finden uns nicht“

Auf Lieferungen angewiesen: Die Recyclingfirma Räder hat ihr Betriebsgelände an der Yorckstraße in Bettenhausen. Durch die Sperrung der Leipziger Straße kann man diese und andere Firmen nur schwer erreichen. Es gibt aber eine Alternative. Fotos:  Siemon

Bettenhausen. Es ist ruhig geworden an der Yorckstraße in Bettenhausen, und das liegt nicht nur an den Sommerferien. „Durch die Baustelle an der Leipziger Straße kommen deutlich weniger Kunden zu uns“, sagt Christian Klein, Juniorchef im Recyclingbetrieb Räder. Hier rollt normalerweise ein Fahrzeug nach dem anderen mit Schrott, Altpapier, Kunststoff und sonstigem verwertbaren Material auf den Hof. Seit die Zufahrt über den Platz der Deutschen Einheit (Kreisel) zur Leipziger Straße gesperrt ist, ist spürbar weniger los.

„Viele Kunden glauben, dass man nicht mehr zu uns fahren kann, aber das stimmt nicht“, sagt Seniorchef Johann Klein. In der Tat gibt es eine Verbindung von der Unterneustadt, über den Messeplatz bis zur Yorckstraße. Die staubige Piste ist allerdings nur für Anlieger gedacht, große Hinweisschilder sucht man vergeblich.

Der Weg über den Messeplatz sei nicht als reguläre Umleitung für die Leipziger Straße vorgesehen, sagt Monika Büthe vom städtischen Straßenverkehrsamt. Deshalb gebe es zum Beispiel am Kreisel keinen Hinweis darauf. Für den Anliegerverkehr könne der Weg aber genutzt werden.

Man habe bereits mehrere Vorstöße gemacht, damit die Verbindung von Navigationssystemen angezeigt werde. Das Problem bisher: Der Messeplatz ist formal keine Straße und kommt deshalb bei den vorgeschlagenen Routen nicht vor. Sie hoffe, dass diese Schwierigkeit in den nächsten Tagen überwunden wird, sagt Monika Büthe. Damit wäre allen Anliegern in dem Quartier rund um die Yorckstraße geholfen. Zu denen gehören auch Firmen wie die Spedition Becker, der Aktenvernichter Data Ex, der Anhängerverleih und -verkauf Tönnies und der Dachdecker Rudolph.

Arbeiten bis Juni

Geduld müssen sie und auch die Anlieger der Leipziger Straße mitbringen. In dem Abschnitt zwischen dem Kreisel und der Sandershäuser wird die Kanalisation erneuert. Die Rohre sind bis zu 120 Jahre alt und werden jetzt ersetzt. Davon sieht man nicht viel, weil die Arbeiten unterirdisch laufen. Das hat den Vorteil, dass Kasselwasser als Bauherr nicht die gesamte Leipziger Straße in diesem Abschnitt aufreißen muss.

Bis Ende November soll der erste Teil der Arbeiten abgeschlossen sein. Nach der Winterpause geht es dann im Frühjahr weiter. Dafür wird der Bereich zwischen Kreisel und Sandershäuser Straße erneut gesperrt. Die ausgeschilderte Umleitung erfolgt nach Angaben der Stadt über die Dresdener Straße und die Leipziger Straße. Auch über die Lilienthalstraße kann man die Baustelle umfahren. Wer allerdings zur Yorckstraße will, der muss über den Messeplatz fahren..

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