Land: Tapetenmuseum bleibt in Kassel

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Kassel. Das Deutsche Tapetenmuseum ist seit 2008 geschlossen. Damals begann die Sanierung des Landesmuseums am Brüder-Grimm-Platz, in dessen Wänden die deutschlandweit einzigartige Sammlung präsentiert wurde.

Nun hatte der FDP-Fraktionsvorsitzende Frank Oberbrunner Gerüchte in der Stadtverordnetenversammlung befördert, das Tapetenmuseum würde nach Frankfurt verlagert. Derartige Pläne werden aber vom zuständigen Ministerium für Wissenschaft und Kunst dementiert.

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Auf HNA-Anfrage teilte Ministeriumssprecher Mark Kohlbecher mit: „Das Gerücht ist nicht zutreffend. Frankfurt ist derzeit gar keine Option als Standort des Tapetenmuseums. Vielmehr laufen die Abstimmungsgespräche aller Beteiligten über einen Standort des Tapetenmuseums in Kassel auf Hochtouren.“ Favorisiert wird vom Ministerium, dass Tapetenmuseum in einem Neubau an dem jetzigen Standort des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) am Brüder-Grimm-Platz zu errichten. Dafür muss der VGH aber zunächst in das ehemalige Finanzamt an der Goethestraße umziehen. Dies war ursprünglich für 2016 geplant, wurde aber bereits auf 2017 verschoben. Das bedeutet: Ein neues Tapetenmuseum wird es frühestens im Jahr 2020 geben.

Gespräch mit Finanzminister

Der Stadt Kassel liegt ein aktuelles Schreiben des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vor, in dem die Pläne für das Tapetenmuseum bekräftigt werden. Derzeit würden Gespräche mit dem Finanzminister darüber geführt.

Die laufende, 30 Mio. Euro teure Sanierung des Landesmuseums, in dem das Tapetenmuseum bislang untergebracht war, verzögert sich ebenfalls. Eine für Sommer 2016 geplante Wiedereröffnung war auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Das Tapetenmuseum war 1920 in Kassel gegründet worden. Die Sammlung wuchs auf 23.000 Exponate an und zeigt die gesamte Geschichte der Wandbekleidung. 1993 ging die Sammlung vom Verein Deutsches Tapetenmuseum auf das Land Hessen über.

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