Lange Haftstrafe gegen Kasseler Neonazi Bernd T. gefordert

Kassel. Im Prozess gegen den Kasseler Neonazi Bernd T. hat die Staatsanwaltshaft zwei Jahre und neun Monate Haft gefordert.

Der 41 Jahre Hauptangeklagte habe sich unter anderem der Freiheitsberaubung und Körperverletzung schuldig gemacht, sagte die Staatsanwältin am Freitag vor dem Landgericht Kassel. Für fünf weitere Angeklagte beantragte sie Haftstrafen zwischen acht Monaten auf Bewährung und 22 Monaten ohne Bewährung.

T. soll mit anderen einen Mann im April 2015 über Tage festgehalten und misshandelt haben. Zudem soll er Mitangeklagte aufgefordert haben, eine Frau zu schlagen, damit diese Mitglied bei dem von T. initiierten und mittlerweile verbotenen, rechtsextremen Verein "Sturm 18" wird. Die Staatsanwältin sagte: "Es wurde wahllos Gewalt angewandt. Es ruft bei mir ein Grausen hervor, wie sich die Angeklagten verhalten haben." Bei einer der Taten soll eine Mitangeklagte T. gefragt haben, ob sie auch mal zuschlagen darf.

Ein Verteidiger nannte das Geschehen dagegen "eine Sauftour, die aus dem Ruder gelaufen ist". Am 30. Mai soll der Verteidiger von T. plädieren, für diesen Tag ist auch das Urteil geplant. Der extrem gewalttätige Neonazi T. hat rund zwei Dutzend Vorstrafen und sitzt derzeit eine Haftstrafe von 27 Monaten wegen Körperverletzung ab. (lhe)

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