Am Limit mit dem Star

30 Stunden in den Alpen mit Joey Kelly - Kasseler war bei Extremsport-Trip dabei

Auf dem Gipfel angekommen: Eric Magut aus Kassel (hinten von links), Roger Gysi aus der Schweiz, Helena Grezinger aus Augsburg (vorne von links), TV-Star Joey Kelly und Karina Bauer aus Passau haben bei der ersten Herbacin-Challenge die Spitze der Tschenglser Hochwand erklommen. Foto: Herbacin/Thomas Stachelhaus

Kassel. Der Kasseler Eric Magut war mit dem Sänger und TV-Star Joey Kelly auf einem Extremsport-Trip in Südtirol.

„Der Abstieg“, sagt Eric Magut, „der war schon brutal anstrengend.“ Das Zelten bei fünf Grad auf 1800 Metern Höhe hingegen habe ihm weniger ausgemacht: „Ich hab’ schon am Nordkap bei minus Dreißig draußen gepennt.“

Der Berg, von dem die Rede ist, ist die Tschengsler Hochwand in den Ortler-Alpen in Italien. Der Kasseler Eric Magut war einer von fünf Teilnehmern, die Anfang September einen Extremsport-Trip mit Sänger und TV-Star Joey Kelly nach Südtirol gewannen. Für die Gruppe waren es 30 Stunden voller Grenzerfahrungen mit „der harten Sau“ Kelly.

„Ich brauche keinen fancy Lifestyle.“

Magut ist Sportler durch und durch und ein echter Naturbursche. Der 28-jährige geht klettern, schwimmen und Fallschirm springen. Seine Hobbies lässt er sich einiges kosten, weswegen er seine Lebenshaltungskosten so gering wie möglich hält. „Ich brauche keinen fancy Lifestyle“, sagt der gebürtige Nordbayer, der in einer WG am Bahnhof Wilhelmshöhe lebt. „Ich bin eher ein Erlebnis- als ein Nestmensch.“

Als solcher nahm er diesen Sommer auch spontan an einem Joey-Kelly-Gewinnspiel des Outdoor-Ausstatters Herbacin teil. Magut hat sich über Facebook beworben und am Ende mit vier anderen Teilnehmern gegen über 200 Mitbewerber durchgesetzt.

Pure Manneskraft: Beim Baumstammsägen zeigten Eric Magut (links) und Joey Kelly, dass sie auch im Team funktionieren. Foto: Herbacin/Thomas Stachelhaus

Mit dem Mountainbike ging es am 10. und 11. September los auf die 30-stündige Tour durch die Ortler-Alpen. Die Disziplinen: Baumklettern, Bogenschießen, Holzsägen und eine Schluchtüberquerung am Stahlseil, 80 Meter über dem Erdboden. Übernachtet wurde bei eisigen Temperaturen im Zelt auf der Hochebene. Für Outdoor-Profi Magut, der schon als Tracking- und Wildwasser-Guide in Kanada und Alaska gearbeitet hat, eine echte Herausforderung - aber keine Grenzerfahrung. Beeindruckt hat ihn bei der Tour vor allem der Teamgeist unter den Teilnehmern: „Man kannte sich nicht, aber hat sich direkt befreundet gefühlt.“

Und wie ist Joey Kelly so? Über den 43-jährigen, der in den Neunzigern Bekanntheit erlangte, als er mit seiner Großfamilie durch Europas Konzerthallen tourte, verliert Magut nur gute Worte. „Er hat eine krasse Ausstrahlung“, sagt Magut, der großen Respekt vor dem Sportler Joey Kelly hat. „Aber gleichzeitig wirkt er sehr bodenständig. Um es auf den Punkt zu bringen: Er ist echt eine harte Sau.“ Unter anderem habe Kelly den Berg mit ganz normalen Joggingschuhen bestiegen.

Nach dem Trip will Magut, der im Anschluss noch eine Woche am Gardasee klettern war, nun erst mal wieder im Alltag und im Job ankommen. Dort kümmert er sich als Projektmanager beim Deutschen Wanderverband um die Infrastruktur-Optimierung deutscher Wanderwege.

Er hofft, dass durch die Arbeit des Verbands gerade junge Leute wieder einen stärkeren Bezug zur Natur entwickeln: „Nichts ist so vielfältig und bereichernd wie echte Erlebnisse.“

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