Lohfelden tauscht Fallschutz an Spielplätzen aus – Gärtner: Mulch hemmt Unkrautwachstum

Kinder fallen künftig in Kies

Spielen momentan nicht möglich: Am Spielplatz am Lindenkopfweg wird derzeit der Fallschutz ausgetauscht. Foto: Fischer

Lohfelden. Die Gemeinde Lohfelden nimmt sich der Sicherheit ihrer Spielplätze an: Für insgesamt 25 000 Euro, die im Haushalt für 2016 vorgesehen sind, soll der Fallschutz ausgewechselt werden.

Anstelle von Rindenmulch als Schutz für die Kinder, soll nun Fallschutzkies gestreut werden. Bereits 2015 sei dieser Austausch beschlossen worden, teilte die Gemeinde gestern mit.

Der erste Spielplatz, auf dem der Austausch erfolgen soll, ist die Fläche am Sophie-Scholl-Ring/Lindenkopfweg (Neubaugebiet Lindenberg). Vergangene Woche hatte sich eine Lohfeldener Mutter über wachsende Disteln und fehlenden Rindenmulch an eben diesem Spielplatz beschwert (wir berichteten). Man wolle Mulch nachschütten, hatte Bürgermeister Uwe Jäger (SPD) auf Nachfrage angekündigt.

Die Pflege und Unterhaltung von Rindenmulch bedeute einen großen Zeitaufwand. „Wie alle organischen Materialien zersetzt sich Rindenmulch.“ Zudem biete es ein gutes Keimbett für Pflanzen: „Besonders bei warmer und feuchter Witterung sprießen Jungpflanzen“, heißt es in der Mitteilung.

Bauhof tauscht Mulch aus

Beauftragt mit der Pflege der Spielstätten ist der Bauhof. Deren Mitarbeiter würden den Rindenmulch nun entfernen, die Fallflächen mit Beton abgrenzen, mit Vlies abdecken und mit einer 40-Zentimeter-Schicht aus Kies auffüllen, damit der Kies sich nicht mit Erdboden vermischen kann.

Dass sich Rindenmulch auf den Boden auswirke, bestätigt der Niestetaler Landschaftsgärtner Udo Schwandt auf HNA-Anfrage. Die zerkleinerte Baumrinde hemme das Wachstum von Samenunkraut wie zum Beispiel Löwenzahn oder auch Disteln. Das Wachsen von Wurzelunkraut hingegen würde vom Rindenmulch nicht unterbunden.

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