IT-Dienstleister hat sich auf Landwirtschaft, Energie und Baustoffe spezialisiert

Made in Kassel: Hilfreich für alle Bauern

Der Landwirt von heute informiert sich online und kauft im Netz. Wenn er das bei Raiffeisen Waren oder deren Beteiligungen tut, arbeitet im Hintergrund die Software der Kasseler Quindata GmbH. Fotos: Quindata/Koch.

kassel. Wenn Landwirte, Bauunternehmer, Handwerker und private Häuslebauer Landtechnik, Bau- und Treibstoffe bei der Zentralgenossenschaft Raiffeisen kaufen, dann läuft oft der gesamte Prozess über das Rechenzentrum der Kasseler Quindata GmbH in der Wolfsschlucht.

Dasselbe gilt auch für die zahlreichen Standorte der Muttergesellschaft des Software- und IT-Spezialisten, die Kasseler Raiffeisen Waren (Raiwa) GmbH.

Wo immer im Raiwa-Konzern und dessen Beteiligungsgeflecht, aber eben auch an den Standorten der Drittkunden Geschäfte gemacht werden, haben die rund 60 Quindata-Beschäftigten irgendwie ihre Finger im Spiel. Denn der auf den Handel mit Agrarbedarf und -technik, Baustoffe und Energie spezialisierte IT-Dienstleister berät, projektiert, optimiert, entwickelt individuelle Lösungen, installiert die Hardware und stellt seine beiden Rechenzentren in Kassel zur Verfügung. „Wir sind ein Full-Service-Anbieter in der Nische“, erklärt Geschäftsführer Lars Prüssing mit einfachen Worten das sehr komplexe Quindata-Geschäft.

Lars Prüssing

Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf Produkte der Walldorfer Software-Schmiede SAP. Wer das Rund-um-sorglos-Paket in Kassel bucht, kann sich vollends auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Genau das ist es, was Quindata will.

Quindata ist über die Jahre mit der Mutter Raiwa stark gewachsen. Mittlerweile arbeiten 4000 Nutzer an bundesweit 350 Standorten mit der IT-Infrastruktur von Quindata. Eine weitere Expansion werde zwar angestrebt, so Prüssing, ihr seien aber enge Grenzen gesetzt. Denn Agrar-, Baustoff- und Brennstoffhandel seien nach wie vor sehr kleinteilig, und die Quindata-Lösungen eigneten sich erst ab bestimmten Umsatzgrößen. Dennoch hoffen Prüssing und sein Team auf neue Kundschaft im Zuge einer weiteren Konsolidierung der Märkte. Acht Millionen Euro setzt der Dienstleister jährlich um. Davon kommen 20 bis 30 Prozent von Drittkunden.

Das Team besteht aus Kaufleuten, Informatikern, Entwicklern und Prozessberatern. Weil das Arbeitsgebiet so speziell ist, bildet Quindata konsequent aus, und zwar zu Informatik-Kaufleuten sowie Fachinformatikern für System-Integration und Anwendung.

„Die Anforderungen sind so speziell. Wir müssen und wollen selbst ausbilden“, sagt Prüssing.

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