Wechsel bei Boulevardbühne

Maja Fischer ist neue Leiterin der Kasseler Komödie

Bühne frei: Theater-Eigner Knut Schakinnis präsentiert Maja Fischer (Mitte) als Leiterin der Komödie. Kulturamtsleiterin Dorothee Rhiemeier freut sich mit. Foto: Koch

Kassel. Die Kasseler Komödie hat eine neue Leiterin: Maja Fischer (29) ist seit Kurzem die Chefin der Boulevard-Bühne in der Friedrich-Ebert-Straße.

Knut Schakinnis, zu dessen Theaterverbund mit sechs Häusern die Komödie gehört, stellte die neue Leiterin gestern der Öffentlichkeit vor. Maja Fischer übernimmt die Leitung von Sarah Schote, die sich künftig ganz auf die Leitung der Bielefelder Bühne konzentriert.

Es sei wichtig, dass die Komödie in Kassel durch eine Leiterin repräsentiert wird, die vor Ort präsent ist, sagte Schakinnis, der als künstlerische Leiter für alle Bühnenproduktionen seiner Theater verantwortlich ist. Diese werden reihum an den sechs Häusern gespielt. Zu den Aufgaben von Maja Fischer gehören vor allem das Management und die Organisation der Kasseler Bühne sowie die Leitung des Teams, das aus vier Festangestellten und mehreren Teilzeitkräften besteht.

Maja Fischer, die aus Niederelsungen (Stadt Wolfhagen) stammt und schon als Kind auf der dortigen Waldbühne Theaterluft schnupperte, hat in Kassel Germanistik studiert und danach als Eventmanagerin gearbeitet. Für die Goethe-Gesellschaft hat sie die Geschäftsstelle betreut. Die Managerin, die mit ihrem Partner im Vorderen Westen lebt, will alles daransetzen, den Besuchern der Komödie schöne Theatererlebnisse zu bescheren, die sie den Alltag vergessen lassen.

Dazu bietet das Haus mit seinen 163 Plätzen nach dem Umbau beste Voraussetzungen. Die Auslastung ist mit annähernd 90 Prozent ausgezeichnet. Lediglich mit Gastspielen von Comedians habe man zuletzt noch experimentiert und Erfahrungen gesammelt, welche Programme besser oder auch nicht so gut laufen, sagt Schakinnis. Maja Fischer will nun diese Gastspiele gezielter planen.

Comedy-Angebote seien für Bühnen wie die Kasseler Komödie wichtig, weil sie ein überwiegend junges Publikum anzögen, betont Schakinnis. Insgesamt sei der Altersdurchschnitt des Publikums in den zehn Jahren, seit er das Haus übernommen habe, gesunken. Das sei gut, „denn dieses Publikum wird uns hoffentlich noch länger begleiten“.

Die Leiterin des Kasseler Kulturamtes, Dorothee Rhiemeier, bedankte sich bei Schakinnis für sein erfolgreiches Kasseler Engagement. Das Haus, in das seit 2006 eine halbe Million Euro investiert wurde, sei eine besondere Attraktion in der neu gestalteten Friedrich-Ebert-Straße. Eine mit Ausstrahlung, denn mehr als die Hälfte der Besucher kommen aus dem Kasseler Umland. Die Stadt hat ihren anfänglichen Zuschuss von 155.000 Euro auf aktuell 50.000 Euro pro Jahr zurückgefahren. Diesen Betrag werde es auch 2017 geben, versprach Rhiemeier, langfristig werde der Zuschuss aber entfallen. Schakinnis nahm’s gelassen: „Das werden wir schaffen.“

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