Reinrassige Hunde aus der ganzen Welt

Weltmeisterschaften im Auestadion: Schäferhunde kämpfen um Titel

Für die Sauberkeit: Björn Bröker zeigt die Spender, die überall am Stadion angebracht werden.

Kassel. „Es sind universelle Hunde, die Zehnkämpfer unter den Rassen“, sagt Björn Bröker, Pressereferent des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Landesgruppe Hessen Nord.

Ab dem morgigen Freitag nehmen 2000 Schäferhunde (natürlich alle reinrassig und mit Papieren) im Kasseler Auestadion an der Bundessiegerzuchtschau/Weltchampionat für Deutsche Schäferhunde teil. Die Vierbeiner und die Hundeführer kämen nicht nur aus Deutschland und Europa, sondern auch aus Asien und Amerika, sagt Bröker. Auch Zuschauer aus der ganzen Welt haben ihr Kommen angekündigt. Deshalb seien viele Hotels in Kassel am Wochenende ausgebucht.

Prominentester Teilnehmer wird George Foreman aus den USA sein. Der ehemalige Boxweltmeister lande heute in Frankfurt. Am späten Nachmittag wird er im Rathaus empfangen.

Zurück zum Auestadion: Seit gestern bauen hier und auf den umliegenden Plätzen 150 freiwillige Helfer aus ganz Nordhessen alles für die Weltmeisterschaften der Schäferhunde auf. Zäune werden für die verschiedenen Ringe gestellt, die Zelte für die Kampfrichter müssen noch aufgebaut werden.

Zu den Ehrenamtlichen gehört die 33-jährige Jenny Debus aus Niederzwehren. Im Auestadion wird sie am Wochenende quasi ein Heimspiel haben. Mit ihrem Rüden Pascha von Modithor, einem dreijährigen Schutzhund, nimmt sie an den Meisterschaften teil. In ihrer Klasse treten 200 Hunde an. Mit einem Weltmeistertitel rechnet Jenny Debus zwar nicht, aber mit einer guten Platzierung. Nicht nur die Hunde müssten trainieren, auch die Hundeführer benötigten Kondition, um mithalten zu können, sagt Debus.

Wie wird wohl der neue Stadionrasen aussehen, wenn darauf bis zu 2000 Hunde ihre Häufchen hinterlassen? „Die Hunde kommen ausgelaufen ins Stadion. Wenn sich ein Hund aus Aufregung doch lösen sollte, dann stehen überall Helfer mit Eimer und Schippchen bereit“, beruhigt Bröker. Schließlich wollten die Schiedsrichter und anderen Hundeführer auch nicht in die Haufen treten.

Darüber hinaus sind rund um das Stadion Spender mit Tüten für die Hinterlassenschaften angebracht worden.

Auf dem Stadionvorplatz gibt es nicht nur Verpflegungsstationen für die Menschen. An zahlreichen Ständen wird zudem Zubehör rund um den Hund angeboten.

Tageskarten für das Auestadion kosten 12 Euro, Zwei-Tages-Karten 17 Euro, Drei-Tages-Karte 22 Euro, Jugendliche zahlen die Hälfte, für Kinder unter zwölf ist der Eintritt frei.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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