Arbeiten sollen drei Jahre dauern

Neues Haus für Mercedes: Millionen in Kasseler Niederlassung investiert

Unter neuer Führung: die einstige Mercedes-Benz-Niederlassung Kassel-Göttingen. Unser Foto zeigt (von links) den Deutschland-Chef der Emil Frey Gruppe, Rudolf F. Wohlfahrth, die Standortleiterin in Göttingen, Katharina Stein, sowie den Geschäftsführer der EF Autocenter Kassel GmbH, Detlef Barthelmes, an einem neuen GLE-Modell. Foto: Eisenhuth / bf

Kassel. Die Emil Frey Gruppe, die die Mercedes-Benz-Niederlassung Kassel-Göttingen übernommen hat, will den Standort komplett erneuern. 

Dafür soll ein einstelliger Millionenbetrag in ein neues Autohaus samt modernem Service-Center investiert werden. Das teilten der Deutschland-Chef des Schweizer Familienkonzerns, Rudolf F. Wohlfahrth, und der Geschäftsführer des jetzt unter EF Autocenter Kassel GmbH firmierenden Unternehmens, Detlef Barthelmes, im Gespräch mit der HNA mit. Kassel und Göttingen sollen laut Wohlfahrth exklusive Mercedes-Benz-Häuser bleiben.

Barthelmes war bislang Niederlassungsleiter von Kassel-Göttingen und wird künftig auch die beiden Mercedes-Benz-Autohäuser Würzburg sowie je eines in Schweinfurt und Gerolzhofen leiten.

Konkret wird im Herbst in Bettenhausen der rückwärtige Gebrauchtwagenhandel nach vorn an die Sandershäuser Straße geholt. Das ist allerdings nur ein Provisorium. In den nächsten drei Jahren wollen die neuen Herren im heutigen Bereich Werkstatt und auf angrenzenden Flächen komplett neu bauen und nach und nach alle Aktivitäten dort konzentrieren. Die jetzigen Verkaufsstandorte befinden sich nach wie vor im Eigentum des Daimler-Konzerns.

Wohlfahrth betonte, dass man alle Beschäftigte, die einem Wechsel zugestimmt hätten, übernommen habe. „Das ist eine hoch motivierte Mannschaft. Wir brauchen sie“, sagte er. Nur zehn der insgesamt 380 Mitarbeiter hätten sich für den Verbleib beim Daimler-Konzern entschieden. Mit Blick auf seinen neuen Geschäftsführer Barthelmes sagte Wohlfarth: „Er ist genau der Richtige. Wir sind froh, dass ein erfahrener Mercedes-Mann die Geschäfte in Kassel und Göttingen führt.“

Wohlfahrth dankte auch den Beschäftigen, die die technisch-organisatorische Umstellung mit Bravour bewerkstelligt hätten. „Das ist eine großartige Leistung der Mitarbeiter“, sagte er.

Die 1924 gegründete Emil Frey Gruppe gehört zu den größten Autohandelsgruppen Europas. In Deutschland ist sie mit jährlich verkauften 135.000 Neu- und Gebrauchtwagen die unangefochtene Nummer eins. Der Umsatz hierzulande summiert sich auf fast drei Milliarden Euro. Zuverlässige Konzernzahlen liegen nicht vor, jedoch dürften sie mindestens doppelt so hoch sein. Frey beschäftigt bundesweit rund 4000 Mitarbeiter an 85 Standorten. Durch die Integration weiterer Autohäuser soll diese Zahl bis zum Spätsommer auf 4700 steigen. Die Gruppe handelt im Neuwagensegment mit 23 Marken und ist der größte Importeur Deutschlands.

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