Ministerin führt CDU in die Wahl

Kreisparteitag der Kasseler Union stellte Kandidaten für Stadtparlament auf

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Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann.

Kassel. Mit Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann als Spitzenkandidatin für die Stadtverordnetenversammlung wird die Kasseler CDU bei der Kommunalwahl antreten.

Das haben die Delegierten der Union bei einem Parteitag am Samstag in Eppos Clubhaus entschieden. Die Wahl findet am 6. März 2016 statt.

Die Veranstaltung war überschattet von den Terroranschlägen in Paris wenige Stunden zuvor. Vor dem tragischen Hintergrund vertagten die Delegierten alle inhaltlichen Wahlkampfscharmützel spontan auf einen gesonderten Parteitag, der nun im Januar stattfinden soll.

Bei der Listenaufstellung, die aus Fristgründen unumgänglich war, wurde Kühne-Hörmann mit einem Wahlergebnis von 87,2 Prozent auf den Spitzenplatz berufen. Dies war zwar die niedrigste Zustimmungsquote auf den vorderen 15 Listenplätzen, jedoch mehr als vor der vergangenen Wahl zum Stadtparlament: Vor fünf Jahren hatten 84,8 Prozent der CDU-Delegierten für Kühne-Hörmann gestimmt.

Derzeit 17 Parlamentssitze

Derzeit stellt die Union als drittstärkste Kraft 17 der 71 Stadtverordnetenmandate. Auf den vorderen Plätzen der CDU-Kandidatenliste folgen hinter Kühne-Hörmann Fraktionschef Dr. Norbert Wett, Heinz Schmidt und Barbara Hermann-Kirchberg.

Auf Listenplatz 5 erhielt der verkehrspolitische Sprecher Dominique Kalb mit 69 von 70 Delegiertenstimmen die meiste Unterstützung im vorderen Bewerberfeld. Dahinter folgen zwei junge Neu-Kandidaten fürs Stadtparlament: der 27-jährige Valentino Lipardi und die 28-jährige Saskia Spohr-Frey.

Für Listenplatz 8 unterlag Martin Engels aus Wilhelmshöhe, derzeit ehrenamtlicher Stadtrat, in einer Kampfkandidatur gegen Nikolas Hecht: Der 31-jährige Richter am Amtsgericht lebt seit 2012 in Kassel, Hecht erhielt für seine Kandidatur 41 von 66 gültigen Stimmen, auf Engels entfielen 24.

Auch um Platz 13 auf der CDU-Liste wurde gestritten: Hierfür bewarben sich zwei jeweils 26-jährige Studierende an der Uni Kassel. In einer knappen Wahlentscheidung mit 33 gegen 30 Ja-Stimmen setzte sich Felix Heere, Vorsitzender des CDU-Stadtbezirksverbandes Nord (Holland), gegen Juliane Viehmann durch.

Auf der Vorschlagsliste für den Parteitag hatte Heere ursprünglich auf Position 23 gestanden. Für diesen nunmehr vakanten Listenplatz wurde während der Veranstaltung Holger Augustin aus dem Stadtteil Wolfsanger-Hasenhecke aufgestellt und bestätigt.

Erstmalig war es der Kasseler CDU gelungen, bei dieser Kandidatenkür den selbst auferlegten Anspruch einzulösen und jeden dritten Listenplatz mit einer Frau zu besetzen. Stadtparteichefin Kühne-Hörmann betonte, dass drei der ersten zehn Plätze aus den Reihen der Jungen Union besetzt worden seien.

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