Sechs Festnahmen am Rande - Behinderungen in der City

2000 demonstrierten friedlich gegen Rechts

Kassel. Mehr als 2000 Menschen haben am Montag in Kassel ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gesetzt.

Sie demonstrierten friedlich für ein „weltoffenes Kassel für alle".  Die Aktion, zu der das Bündnis gegen Rechts aufgerufen hatte, richtete sich auch gegen die erneute Kundgebung von „Kagida" (Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes) auf dem Scheidemannplatz. Unweit der Demonstrationen kam es am Abend zu sechs Festnahmen.

An der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe der Karthäuserstraße waren Anhänger der beiden gegnerischen Lager aneinandergeraten. Einige sollen vermummt gewesen sein. Die Polizei griff schnell ein, verletzt wurde niemand. Zu den Einzelheiten wird noch ermittelt.

Auf dem Scheidemannplatz hatte die Polizei ein Aufeinandertreffen der beiden Gruppen verhindert. Quer über die Kreuzung, die ab nachmittags für den Verkehr gesperrt war, war ein Absperrung errichtet worden. Die Teilnehmer der Demo gegen Rechts versuchten mit lauter Musik, Getrommel und „Nazis raus“-Rufen die Kundgebung von Kagida zu übertönen. Der Kagida-Demonstration hatten sich diesmal 170 Teilnehmer angeschlossen.

2000 demonstrierten in Kassel friedlich gegen rechts

Einen geplanten Rundgang brachen die Kagida-Organisatoren am Ständeplatz ab und kehrten um, weil sie erfahren hatten, dass sie auf der Bürgermeister-Brunner-Straße eine Sitzblockade von 70 Gegendemonstranten erwartete.

Der Demonstrationszug des Bündnis gegen Rechts hatte am Nachmittag am Halitplatz begonnen. „Wir wollen keine Hetze gegen muslimische Bürger in Kassel und gegen Menschen in Not, die hier Hilfe suchen“, stellte der katholische Dechant Harald Fischer als einer der Redner klar.

Durch die Demonstrationen kam es bis zum Abend zu Vekehrsbehinderungen in der Innenstadt.

Von Katja Rudolph

Rubriklistenbild: © Fischer

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