Geräuscharm und umweltfreundlich

65 DHL-Elektroautos sind in Kassel am Start

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Die Deutsche Post DHL Group setzt auch in Nord- und Osthessen auf Elektroantriebe: Seit gestern sind 65 Streetscooter im Einsatz. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (von links), Betriebsleiter Hermann Wiederhold, Christoph Langer und Markus Döhn gaben den Weg frei.

Kassel. Er ist kompakt, wendig, und leise – der Streetscooter. Dank Elektroantrieb ist das neue Fahrzeug für die Brief- und Paketzustellung geräuscharm und umweltschonend. 65 Streetscooter bringt die Deutsche Post DHL Group jetzt in Nord- und Osthessen auf die Straße.

Der Startschuss für die neue Flotte von DHL-Elektroautos fiel am Dienstag im Kasseler Briefzentrum an der Heinrich-Hertz-Straße.

„An zwölf Standorten werden die Streetscooter eingesetzt“, sagte Christoph Langer, Leiter der Abteilung Transport und Verkehr der Postniederlassung Kassel. Dies sind unter anderem die Stadt Kassel, Baunatal, Fuldatal, Hofgeismar, Schwalmstadt, Neukirchen, Wabern, Alsfeld und Bad Wildungen.

Mit dem Streetscooter hat das Unternehmen ein eigenes Elektroauto auf die Straße gebracht, das speziell für die Brief- und Paketzustellung geschaffen wurde. 2011 hat man gemeinsam mit der Streetscooter GmbH und der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen mit der Entwicklung begonnen. Bereits ein Jahr später wurde der erste Prototyp getestet.

„In Sachen Ausstattung, Ladekapazität und Sicherheitsstandards hat er sich als geeignet erwiesen“, erläuterte Projektmanager Markus Döhn. In einer weiteren Testphase haben 150 Streetscooter dann auch in Sachen Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit überzeugt. So ist er bei einer Laufzeit von acht Jahren nicht teurer als ein Dieselfahrzeug.

Mittlerweile sind rund 1000 Streetscooter im Einsatz. Sie verfügen über eine Reichweite bis zu 120 Kilometern, geladen werden die Batterien nachts an den Zustellstützpunkten. Künftig soll das Elektrofahrzeug auch in Serie produziert werden, die ersten 2000 sollen noch dieses Jahr in Aachen vom Band rollen.

Den Startknopf für die Region drückte Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Was die Post auf die Straße gestellt hat, ist Vorbild“, lobte er. Das Konzept sei strategisch richtig, denn nur mit Elektroantrieben werde man der Anforderung gerecht, Feinstaub- und Stickstoffemissionen nachhaltig zu senken: „Die Zukunft liegt in der E-Mobilität.“

Das bestätigen auch Langer und Döhn: „Als weltweit führendes Logistikunternehmen sehen wir, welche Auswirkungen der globale Handel auf die Umwelt hat.“ Deshalb gehörten alternative Antriebe schon seit Jahren im Rahmen des Go-Green-Programms zum Fuhrpark. Ziel ist es, die CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren.

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