"Das geht ganz schön in die Arme“

Drachenboot-Cup: Zum Rhythmus der Trommel über die Fulda

Premiere im Drachenboot: Antje Knauf (links) half ihren Kollegen von der Kardiologischen Station im Klinikum nach dem ersten Rennen aus dem Boot. Mark Ellenberger (rechts) war der kräftige Hahn im Korb des Damen-Teams. Foto: Dilling

Kassel. Der Drachenboot-Cup gehört zu den traditionellen Ereignissen des Zissel. Am Samstag kämpfen 15 Teams auf der 200 Meter langen Strecke.

Astrid Attendorn steigt mühsam aus dem Boot und reibt sich die schmerzenden Muskeln. „Das geht ganz schön in die Arme“, sagt die Fachkrankenschwester der Kardiologischen Intensivstation des Klinikums Kassel.

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Gerade hat sie mit ihrem zehnköpfigen Paddel-Team „Heartbrakers“ (Herzensbrecher) ihre Feuerprobe bestanden, das erste Rennen mit einem Drachenboot. Die Zeit ist nicht berauschend, doch Attendorn stört das nicht. „Wir werden auf jeden Fall Gewinnerin der Herzen“, meint sie.

Aktualisiert um 18.17 Uhr

Die „Heartbreakers“ gehörten am Samstag zu den „Novizen“ unter den 15 Teams, die beim traditionellen Zissel-Drachenboot-Cup auf dem Gelände des Casseler Schwimmvereins CSK 98 am Auedamm starteten. Das junge Team musste wenigstens keinen Punktabzug wegen Nichterfüllung der Frauenquote befürchten: Krankenpfleger Mark Ellenberger war „Hahn im Boot“ der Damen.

Das Klinikum war diesmal sogar mit zwei Booten vertreten, ebenso wie die Kasseler Sparkasse, die das Spektakel sponsert und die Kasseler Firma AuE, die einem ihrer Teams sogar ein Rhythmustraining verordnet hatte.

Mit von der Partie waren außerdem die Wohnstadt, die Feuerwehr Wolfsanger, die Firma Waldhoff, der CSK 98, die Kasseler Wohnungsgesellschaft GWG, die „Achsdrachen“ vom Mercedes-Benz-Werk und natürlich der Zisselvorstand mit den Hoheiten, die „Dragon Ladies“.

Sie alle mussten mit ihren Paddeln zum Takt der Trommel etwa eine Tonne Gewicht 200 Meter weit durch die Fluten der Fulda bewegen. Allein das Drachenboot wiegt 200 Kilo. Manchmal half ein aufkommender Rückenwind.

Die Drum & Brass Band vertauschte ihre Instrumente zwischendurch mit den Stechpaddeln im Drachenboot. Und erstmals war die Universität Kassel mit einem Team vertreten. Prof. Dr. Felix Welti vom Fachbereich Sozialwesen führte eine Mannschaft aus Studierenden und Wissenschaftlichen Mitarbeitern an. „Das koordinierte Paddeln schult das Denkvermögen, Bewegung verbessert die geistige Fitness“, sagt der Forscher.

Das sportlich hochkarätigste Finale, das so genannte Sparkassen-Finale, des Drachenboot-Cups gewannen die "Achsdrachen" des Mercedes-Benz-Achsenwerks ganz knapp vor den beiden Drachenboot-Teams der Firma AuE. Über den Sieg entschied weniger als eine Sekunde.

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