Drei neue Anbieter in der Markthalle

Neue Betreiber in der Markthalle: Von links Manuela Busch (Fleischerei Busch, Ringgau-Röhrda), Eric Raida (Burger-Imbiss „Ahlemächt´jer“) und Nils Schellenberg (Kleine Kantine). Foto:  Schwarz

Kassel. Die Leerstandslücken in der Kasseler Markthalle werden weniger: Seit dem vergangenen Wochenende haben zwei neue Anbieter im Marstall an der Tränkepforte ihre Stände eröffnet, am 15 Juli kommt noch ein dritter hinzu.

Einen Eckstand im Untergeschoss hat Nils Schellenberg zur „Kleinen Kantine“ umgestaltet und auch mit Sitzgelegenheiten versehen. Dort gibt es wechselnde kleine Gerichte wie Suppen, Stullen, Quiches sowie hausgemachte Limonaden und Kuchen - „alles regional und frisch“, betont der 31-Jährige, der aus seiner Passion fürs Kochen eine Geschäftsidee gemacht hat und seine Rohstoffe weitgehend von Kollegen aus der Markthalle bezieht.

Ebenfalls bereits geöffnet hat die Fleischerei Busch aus Ringgau-Röhrda, die am Stand Nummer 30 Wurstwaren aus dem Werra-Meißner-Kreis und insbesondere die dort typische Ahle Wurst anbietet. „Wir setzen auf das Altbewährte, aber wir sind auch sehr experimentierfreudig“, sagt Chefin Manuela Busch. Die Lieblingswurst der Nordhessen gibt es dort etwa mit Fenchel, mit Chili oder mit Walnüssen.

Experimentierfreudig ist auch Eric Raida, der am kommenden Freitag unter dem Namen „Ahlemächt’jer“ seine Burgerbude mit nordhessischem Kick aufmachen wird. Dafür wurde der schon länger vakante Fischstand Nummer 21 umgebaut, statt eine Kühltheke gibt es Sitzgelegenheiten und einen offenen Kochbereich. Raidas regionale Burger, für der er auch die Brötchen selber macht, gibt es etwa mit schnittfestem Weckewerk, mit Rindfleisch undGrüner Soße oder auch in gemüsig-frischen Frühstücksvarianten. „Ich liebe Burger, wollte aber mal was Neues erfinden“, sagt der 26-Jährige mit Gastro-Erfahrung.

Das Thema Gastronomie werde in der Markthalle wichtiger, sagt Geschäftsführer Andreas Mannsbarth: „Die Haushalte werden kleiner, die Menschen kochen allgemein weniger, und die Kinder essen oft im Hort oder in der Schule.“ Da steige der Bedarf an gesunden Imbissen, die man vor Ort essen oder als Fertigmahlzeit mit nach Hause nehmen kann.

Nach einer Zeit sichtbarer Leerstände sei die Markthalle inzwischen wieder gut belegt, sagt Mannsbarth. Allein 2016 seien - inklusive der Außenfläche - bisher neun neue Anbieter hinzugekommen, darunter drei Saisonbetriebe.

Noch vakant seien derzeit ein Bäckerstand auf der oberen und zwei benachbarte Kühlthekenstände auf der unteren Ebene. Für letztere gebe es Interessenten, sagt der Markthallen-Geschäftsführer. Nach den Sommerferien stehe eventuell Näheres fest.

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