Geräte aus vier Jahrzehnten

Aus Kunst- wird Spielhalle: Im Fridericianum wird an Konsolen gespielt

Ein Abend für die Spielkonsole: Julia May vom Kasseler Retro-Gaming-Shop „Flashback“ (links) und Fridericianum-Pressesprecherin Ann-Charlotte Günzel bereiten den Videospieleabend in der Kunsthalle vor. Foto: Ludwig

Kassel. Für wen „Toad“ kein Schreibfehler, sondern ein gut gelaunter Pilz mit Gesicht ist, und wer Mario nicht für einen Pizzabäcker hält, der sollte sich Freitagabend freihalten.

Am 1. April verwandelt sich das Fridericianum von 17.30 bis 21 Uhr in eine Spielhalle mit Konsolenspielen aus vier Jahrzehnten – darunter auch „Super Mario“, aus der die vorgenannten Charaktere stammen. Der Spieleabend ist eingebettet in die aktuelle Ausstellung „Images“, die sich mit dem Einzug der Bitwelten in die Kunst beschäftigt.

Angefangen von Atari über Nintendo, Sega und Playstation reicht die Bandbreite der Konsolen, die im Foyer der Kunsthalle aufgebaut und ausprobiert werden können. Die Besucher können dabei in ihre eigene Kindheit eintauchen, als die Videospiele noch aus 8-Bit aufgebaut waren, und die technische Entwicklung über etwa drei Jahrzehnte verfolgen.

Das Konzept für den „Retro-Gaming“-Abend haben die Macher der Kunsthalle gemeinsam mit Julia May vom Kasseler Geschäft „Flashback“ entwickelt. May verkauft in ihrem Laden in der Kasseler Nordstadt (Westring 68) ausschließlich Konsolen, Konsolenspiele und Zubehör aus allen Videospiel-Generationen. Ins Fridericianum wird sie auch das erste erfolgreiche Videospiel „Pong“ mitbringen. Das 1972 von Atari veröffentlichte Spiel gilt als Urvater der Konsolenspiele und ist eine Art virtuelles Tischtennis, das aus nicht viel mehr als zwei Strichen (den Schlägern) und einem Punkt (dem Ball) besteht.

Aber auch Fans der Videospiele der 1980er-, 90er- und 2000er-Jahre werden auf ihre Kosten kommen: Pacman, Sega Sonic, Lara Croft, Tekken: Das Angebot reicht von Klassikern bis hin zu Videospielhelden der jüngeren Vergangenheit. So kann etwa auf einer N64-Konsole über Beamer „Super Mario Kart“ mit vier Spielern gespielt werden. Auch ein Tisch mit Gameboys steht bereit. Mit dem Eye-Toy, der ersten Kamera, die die Bewegungen der Spieler aufzeichnete und in das Spielgeschehen einbezog, können weitere Raritäten ausprobiert werden.

Um 18 Uhr wird der Abend mit einem Vortrag mit dem Titel „Vom Einzug der Bitwelten in die Lebenswelt“ eröffnet. Es sprechen Julia May (Flashback Shop) und der Kasseler Medienpädagoge David Zabel.

• Tickets für den Abend gibt es ab 17.30 Uhr zum Preis von drei Euro. Die Tickets gelten auch für den Eintritt der Ausstellung. Um 18.45, 19.30 und 20.15 Uhr starten Führungen durch die Ausstellung. Das Fridericianum ist am Freitag regulär ab 11 Uhr geöffnet.

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