Neue Genossenschaft "Sud 16"

Gelände der Martini-Brauerei wird bebaut - auch von neuer Genossenschaft

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Freuen sich auf das Gemeinschaftsprojekt (von links): Dr. Christoph Schröder, Gabriele Erhard-Assmann, Sabine Conti und Bärbel Praßer auf dem Martini-Gelände an der Kölnischen Straße.

Vorderer Westen. Wenn demnächst auf dem Gelände der Martini-Brauerei an der Kölnischen Straße gebaut wird, wollen sie mit dabei sein.

Die Gruppe nennt sich in Anspielung an das Sudhaus auf dem Brauerei-Areal Sud 16 und hat sich in dieser Woche als Wohnungsbaugenossenschaft neu gegründet. Dr. Christoph Schröder, Gabriele Erhard-Assmann, Sabine Conti und Bärbel Praßer von Sud 16 stellten heute ihre Pläne auf dem Brauerei-Gelände im Vorderen Westen vor.

Geplant sind in zwei Gebäudekomplexen insgesamt 30 unterschiedlich große Wohnungen. Daneben soll es Gemeinschaftsräume, -gärten und andere -einrichtungen für die Bewohner geben. Baustart ist in einem Jahr. 2018 können die ersten Bewohner in die Genossenschaftswohnungen im Martini-Quartier einziehen.

„Viele Kleine tun sich zusammen und es entsteht was Großes“, erklärt Bärbel Praßer, die Aufsichtsratsvorsitzende der neuen Genossenschaft, den Grundgedanken: „Wir freuen uns darauf, dass Sud 16 bunt und generationenübergreifend wird und dass eine aktive Nachbarschaft umgesetzt wird. Eine Genossenschaft ist dafür genau die richtige Voraussetzung.“ Architektin Sabine Conti, spezialisiert auf gemeinschaftliche Wohnprojekte, die das Projekt entwickelt, sagt: „Eine Genossenschaft ist flexibler als eine Eigentümergemeinschaft und sie hat den Vorteil, dass sie entscheidet, wer da wohnt.“ Geplant und gebaut werde gemeinsam. „Jeder kann seine Wohnung planen“, sagt Conti. In den Erdgeschossen sollen sich nach der Vorstellung der Genossenschaftler kleine Gewerbe, Läden und Cafés ansiedeln.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt durch Mitgliedsanteile, Mitgliederdarlehen und Bankdarlehen, beispielsweise der KfW. Zurzeit werde auch überlegt, ob geförderte Wohnungen für sozial schwache Menschen entstehen sollen, so Conti.

Nicht umsonst stehe Sud 16 auch als Abkürzung für „sozial und dynamisch“, sagt Dr. Christoph Schröder, einer der drei Vorstandsmitglieder. Eine Idee der Wohnungsgenossenschaft sei auch, dass gemeinschaftlicher Eigentum zu günstigeren Unterhaltungskosten führe. Viele Anschaffungen könnten gemeinsam genutzt werden. Sabine Conti:„ Die Zielgruppe dafür ist nach unserer Einschätzung groß.“

Hintergrund

Mit einem Anteil ab 20.000 Euro (15 bis 20 Prozent vom Wohnungswert) kann man bei Sud 16 als Genosse einsteigen. Der Mietpreis für die Wohnungen liegt voraussichtlich zwischen 6,30 Euro und 11 Euro/Quadratmeter. Da die Baukosten refinanziert werden, sinkt der Mietpreis mit der Zeit. Kontakt: sabine.conti@sun-pi.de

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