Ein Viertel der Besucher kam aus dem Ausland

Grimmwelt übertrifft Erwartungen: 158.000 Besucher im ersten Jahr

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Kassel. Ein Jahr nach der Eröffnung der Grimmwelt wurde Bilanz gezogen: Mehr als 158.000 Besucher wurden seit September 2015 gezählt, das sind doppelt so viele wie erwartetet.

Rund die Hälfte der Besucher kam aus dem nahen Umkreis von 100 Kilometern, ein Viertel aus dem übrigen Deutschland und ein weiteres Viertel aus dem Ausland, erläuterte Völker.

Eine Steigerung der Besucherzahlen dürfte das Jahr 2017 bringen. Dann wird das Ausstellungshaus, das die Brüder Grimm nicht nur als Märchensammler, sondern auch als Sprach- und Kulturforscher zeigt, ein Standort der documenta 14 sein und viele Kunstinteressierte anziehen. Das gab Hilgen als documenta-Aufsichtsratsvorsitzender bekannt, ohne Details des Konzepts von documenta-Leiter Adam Szymczyk zu nennen.

Die ständige Ausstellung der Grimmwelt sei auch während der documenta zugänglich, sagte Völker. Die Weltkunstausstellung werde den Sonderausstellungsbereich nutzen. Langfristig rechne die Stadt für die Grimmwelt mit 100.000 bis 120.000 Besuchern pro Jahr, sagte Hilgen, nach dessen Angaben das frühere Grimm-Museum im Palais Bellevue etwa ein Drittel dieser Besucher anzog.

Die Grimmwelt und ihre Entstehung

Laut Geschäftsführerin Susanne Völker ist die Grimmwelt regional wie international sehr positiv aufgenommen worden. Die britische Zeitung „The Guardian“ zählte sie zu den zehn besten neuen Museen weltweit, der Internet-Dienst Yahoo empfahl die Grimmwelt als einen von 16 Orten, die man 2016 besucht habe sollte, und das Magazin „German Architects“ kürte das von kadawittfeldarchitektur in Aachen entworfene Gebäude als Bau des Jahres 2015.

Mit der Grimmwelt gebe es keinen Zweifel mehr, dass Kassel die Grimm-Hauptstadt sei, sagte Hilgen.

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