SPD und Grüne mit je drei Sitzen

Vorläufiges Ergebnis der Ortsbeirats-Nachwahl im Stadtteil Mitte

Christof Stefaniak

Kassel. Die Wiederholung der Ortsbeiratswahl im Kasseler Stadtteil Mitte hat allgemein den Trend bestätigt, führt aber zu Veränderungen in dem Gremium.

Zwar bleiben die Grünen die stärkste Kraft, und die SPD legt erwartungsgemäß zu. Jedoch ergeben sich durch die erstmalige Kandidatur der Freien Wähler, die auf Anhieb knapp elf Prozent der Stimmen erreichten, Verluste für andere Parteien. Besonders trifft es die CDU, die bei der Nachwahl am Sonntag gegenüber der Kommunalwahl am 6. März rund 11,7 Prozent ihrer Stimmen eingebüßt hat.

Das geht aus dem vorläufigen Endergebnis hervor, das die Stadt Kassel am Montagnachmittag für die Nachwahl des Ortsbeirats Mitte vorgelegt hat. Nach der Auszählung ergibt sich demnach folgende Stimmen- und Sitzverteilung im neuen Ortsbeirat Mitte:

• CDU: 13,7 Prozent (Ergebnis 6. März: 25,4 %) der Stimmen, ein Sitz im Ortsbeirat

• SPD: 30,7 Prozent (6. März: 23,7 %, drei Sitze

• Grüne: 35,6 Prozent (6. März: 39,7 %), drei Sitze

• FDP: 9,7 Prozent (6. März: 11,2 %), ein Sitz

• Freie Wähler: 10,4 Prozent (erstmals dabei), ein Sitz.

In dem neunköpfigen Stadtteilgremium werden künftig Grüne und SPD mit jeweils drei Sitzen vertreten sein. Nach der Kommunalwahl hatte die SPD nur zwei Sitze, da nur zwei Kandidaten wählbar gewesen waren. Da die Grünen erneut die meisten Stimmen erhielten, ist davon auszugehen, dass sie wieder den Ortsvorsteher stellen werden. Nach der Kommunalwahl war der Grüne Christof Stefaniak für die wenigen Wochen, in denen das Gremium bestand, gewählt worden.

Wie berichtet, war die erste Nachwahl eines Ortsbeirats in Kassel nötig geworden, weil zu spät aufgefallen war, dass Dr. Hasina Farouq (SPD) im Stadtteil Mitte kandidierte, obwohl sie im Stadtteil Süd wohnt. Da sie in den Ortsbeirat gewählt wurde, musste die Wahl für ungültig erklärt werden.

Die Wahlbeteiligung bei dem erneuten Urnengang war enttäuschend: Von den 6294 Wahlberechtigten gaben nur 13,8 Prozent ihre Stimme ab. Am 6. März waren es noch 38,8 Prozent beziehungsweise 2481 Wähler gewesen.

Nach Angaben der Stadt wurden bei der Nachwahl des Ortsbeirats insgesamt 866 Stimmzettel abgegeben, 347 davon waren mit kumulierten und panaschierten Stimmen versehen worden. Der Wahlausschuss wird in der Sitzung am Mittwoch, 28. September, das amtliche Endergebnis feststellen, kündigte Stadt-Sprecher Ingo Happel-Emrich an.

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